Paula Lambert
Shownotes
Die in München geborene Paula wächst zunächst bei Pflegeltern in Bonn auf. Die Probleme im eigenen Elternhaus kompensiert das Mädchen mit viel Sport und Musik. Nach dem Abitur besucht sie für 2 Jahre das Musicians Institute in Los Angeles, bis 1994 der Umzug nach Berlin ansteht. Hier lässt sie sich zur Journalistin ausbilden. Mit einer Reportage über Strassenkinder in Berlin gewinnt sie den 2. Platz des Axel-Springer-Preises. Ihre Geschichten veröffentlicht Lambert in Zeitungen und Magazinen wie „Die Welt“, schreibt als freie Autorin für „Geo“ und „Die Zeit“ und wird 2005 Sex-Kolumnistin bei der „GQ“. Ihr Stil kommt so gut an, dass sie anfängt, Bücher zu schreiben, die Bestseller werden und - sie geht vor die Kamera: “Im Bett mit Paula" lädt sie Prominente zum Interview – natürlich ins Bett. Seit 2013 moderiert Lambert die Sendung "Paula kommt – Sex und gute Nacktgeschichten“. Inzwischen ist sie Mutter zweier erwachsener Söhne, widmet sich mit Leidenschaft ihrer Tätigkeit als Coach & moderiert den Podcast „Lieben Lernen“. Und jetzt geht sie auch noch mit ihrem Bühnenprogramm auf Tour. Aber vorher schaut sie noch in der Hörbar vorbei.
Playlist: 01.11.26
Sexion D’assault - Wati by Night
Talk Talk - Living in another World
Nirvana - Smells like Teen Spirit
Sophie Ellis Bexter - Murder on the Dancefloor
Remi Wolf - Liz
PJ Harvey - This Is Love
Alabama Shakes - Gimme all your love
Flo Rida feat. Ke$ha - Right Round
Transkript anzeigen
00:00:03:
00:00:05: Also, wenn man mich gefragt hat, hab ich interessanterweise immer gesagt, ich will reich und berühmt werden.
00:00:09: Na ja gut!
00:00:11: Für mich war das so der Schlüssel daraus, einfach aus diesem E-Land raus... Und ich wusste aber, wenn ich reich werden will muss hier arbeiten.
00:00:19: Das ist ja nichts.
00:00:20: So, und das habe ich gemacht.
00:00:22: Und die Schule?
00:00:23: Mein Gott, ich hatte den Bomb im Kurzzeitgedächtnis.
00:00:25: Ich habe mal alles abgeschrieben und dann konnte ich das recitieren in Klausur oder ... Ich wusste, wer sich am Anfang der Stunde meldet.
00:00:33: Der wird nicht mehr dran kommen.
00:00:35: also es gibt ja so Tricks durchzukommen und das habe ich gemacht!
00:00:39: Ich hab das einfach durchgezogen.
00:00:40: da habe ich ein wahnsinns Lebenswillen gehabt in der Richtung.
00:00:44: Ich wusse die Unabhängigkeit würde mein Segen sein.
00:00:56: Herzlich Willkommen zu hörbar rust Kolumnistin, Journalistin... Coach.
00:01:04: All das?
00:01:04: Ja.
00:01:06: Paula Lambert!
00:01:07: Denn das bist du.
00:01:07: Herzlich willkommen.
00:01:08: Danke.
00:01:09: Aber lass uns kurz mal überlegen ob es eine deutsche Entsprechung vielleicht gäbe weil das Wort coach mag ich, weil es so weich ist und weil man an Couch denkt und weil vor allen Dingen dieses Wort ein bisschen wie ... Trojanisches Pferd nehmen kann, wenn Leute keine Lust haben zum Therapeuten oder zur Therapeutin zu gehen.
00:01:25: Kann man sagen du nimm dir doch ein Coach bevorzugt.
00:01:29: Männer sind dann eher so dass sie denken ja stimmt einfach einen Code die weibliche Form.
00:01:34: was würde man sagen?
00:01:35: drei Trainerinnen?
00:01:37: Ja ja coach ist er schon so ein bisschen jemand der an der ziellinie steht oder zwischen drin und so eine hände klatscht los gibt normal das letzte kurz vom Zieleinlauf nicht im leben.
00:01:48: logischerweise Ich vielleicht Beraterin?
00:01:52: Ja,
00:01:52: Consultant.
00:01:53: Konsultant!
00:01:54: Also es ist... ich glaube Coach ist Coach auf Deutsch.
00:01:59: Es
00:01:59: hilft nix.
00:02:00: Es gibt einen Wort mit dem ich immer so Probleme habe und das ist Gästin.
00:02:04: Oh,
00:02:05: oh, oh!
00:02:07: Das ist ganz schwierig.
00:02:08: Dieses Wort hat dazu geführt dass ich angefangen habe im Buch übersprache ... zu schreiben, dass es im Dezember rauskommt.
00:02:15: Das heißt Wörtersee!
00:02:17: Und das verstehe ich...
00:02:20: Ich kann nicht damit.
00:02:21: Es steht aber beim Dune so.
00:02:22: Ich habe nachgeguckt, aber...
00:02:23: Ist eine ganz alte Version sogar?
00:02:26: Ich sag... Ach
00:02:27: wirklich?!
00:02:28: Aha!
00:02:30: Ich sage immer heute ist nannener zu Gast oder so.
00:02:33: Also ich versuche das auch zu vermeiden weil es rollt mir nicht von der Zunge und das ist gar nicht ein Gender-Thema, weil genderer auch wo ich kann wo es Sinne gibt, aber es ist ein Soundproblem für mich.
00:02:49: Aber das ist ja auch okay finde ich, dass Sprache und die Sounds und wie man das nun macht und dass man das situativ entscheidet wichtig ist, dass es ein bisschen in Bewegung ist.
00:02:59: Dass Leute nicht sich komplett verweigern mit so verschränkten Armen dastehen und sagen ne ne hänge kann man überhaupt nichts mehr sagen?
00:03:06: Das
00:03:06: haben wir immer schon so gesagt.
00:03:11: Vieles dir leicht die Musik für diesen Tag heute auszusuchen?
00:03:15: Nee, weil ich natürlich auch cool wirken wollte und musikalisch belesen.
00:03:23: Deswegen hast du so finnische Bootlegs, Schwarzpressungen...
00:03:27: Ja in Indie-Bands aus Rickjavik!
00:03:34: Ich war mal für eine Reportage in Ost-Grünland und da gab es einen sehr, sehr bekannten Rapper.
00:03:40: Also auf Grünland bekannt!
00:03:42: Und leider habe ich den Namen vergessen.
00:03:44: das hätte ich eigentlich auch noch darauf packen können.
00:03:47: Das war ich erinnere weil wir hat...das ist nicht unser erstes Gespräch dass wir miteinander haben und ähm..ich erinnerei mich daran dass Grün Land Ich hab zum ersten Mal im Leben Ostgrün land gehört.
00:03:57: Wann sagt man Ostgrönland?
00:04:00: Wenn man nicht in den Westen fährt?
00:04:01: Weil was ist was unterscheidet den Western?
00:04:03: Keine Ahnung
00:04:05: aus Grönland, ist auf jeden Fall auch ein super Wort für Charade.
00:04:09: So und ich habe ja gedacht toll die saubere weiße Weite und du hast mir dieses Bild so ein bisschen genommen geklaut und bist damit weggerannt weil es war nicht so schön Was du erzählt hast?
00:04:26: Nee, es war also da wo Menschen lebten.
00:04:29: Gut ich war jetzt auch in einem Ort wo mal hundertfünfzig Menschen waren und jetzt nur noch neun.
00:04:34: Da gab's gewisse Zerfallerscheinungen!
00:04:38: Und vor allem unheimlich viel Müll.
00:04:39: weil wohin mit dem Müll im Ostgrünland?
00:04:42: Naja
00:04:42: da kann man sich ja was einfallen lassen aber die Leute haben den Müll einfach nur immer aus dem Fenster geschmeckt.
00:04:48: Aus dem
00:04:48: Fenstern gebaut.
00:04:49: Ja in großen Säcken.
00:04:50: Ich fand das auch verstörend Aber so pass halt
00:04:54: Und hat das niemand abgeholt oder so?
00:04:57: Ich nehme an, dass es irgendwann mal abgehult wird.
00:05:02: Aber es lagen da auch Sachen rum die waren augenscheinlich schon wirklich lange da.
00:05:05: Zum Beispiel diese Robbe bei der du Angst hattest sie würde explodieren wenn du an ihr vorbei gehst.
00:05:09: Die
00:05:09: Robbe im Haus Florian die immer größer und größer wurde.
00:05:12: also die war schon tot und die war Notfutter für die Schlittenhunde draußen Aber die Blähte sich halt natürlich auf.
00:05:21: Und das war ... Irgendwann bin ich nur noch vorbeigerannt, weil ich dachte, wenn du den jetzt platzt... Oh
00:05:26: Gott!
00:05:28: Wie hieß nochmal dieser Wahl?
00:05:30: Na-Wahl?
00:05:31: Nee.
00:05:32: Ach so, der
00:05:33: Wahl ... Jens ist der Jens oder Klaus?
00:05:34: Timmy.
00:05:35: Timmy, natürlich.
00:05:36: Wie hab' ich das denn jetzt hier vergessen?
00:05:38: Jens der Wahl.
00:05:41: Ja okay.
00:05:42: Man muss ja jetzt einen Wahl auch nicht ... Also Timmy ... Gut, also fangen wir uns einfach mal an mit der Musik.
00:05:49: Ich weiß nicht, ob es ein Buchstabendreher ist oder ob es Warty by Night heißt?
00:05:54: Oder heißt das Wait By Night?
00:05:56: Nee, Wartie by Night!
00:05:57: Ich hab keine Ahnung was bedeutet.
00:05:59: Warti by Night?
00:06:03: Ja.
00:06:03: Was ist das für ein Lied?
00:06:05: Das ist eine Lied einer französischen Hip-Hop-Gruppe, die so in den Frühen zweitausendan oder zwei tausendzehn ihre ganz große Zeit hatte.
00:06:15: Es sind riesig viele Jungs.
00:06:19: Ich glaube wie die fantastischen vier bloß musikalisch noch mehr durcheinander und ich war ja auf einer fransösischen Schule und sprach eigentlich auch mal fließend aber ich verstehe wirklich praktisch Kein Wort von dem, worum es ja geht.
00:06:35: Verstehe!
00:06:35: Das können also auch verstörende Inhalte sein oder Aufforderungen zur Revolution...
00:06:41: Möglich ist alles, wir
00:06:43: wissen's nicht.
00:06:44: Wir lassen uns darauf ein.
00:06:45: Warty by Night Die Artoren, Moderatoren und Beraterinnen.
00:07:11: Paula Lambert ist zu Gast.
00:07:13: Du bist ja auch Bestsellerautorin.
00:07:15: Das ist immer so interessant, weil wenn bestseller oder ehemalige bestselle Autoren oder Autorinnen neue Bücher rausbringen, dann haben sie diesen Aufkleber und ich habe jetzt gehört von einem Bestsella-Autor, dass man sich das aber inzwischen bezahlen lässt dieses Label.
00:07:31: Wenn man es also auf sein neues Buch kleben will?
00:07:33: Bestselleautor oder Autorene muss man dafür offenbar ein bisschen Geld hinlegen.
00:07:37: Ist das so?
00:07:38: Keine Ahnung.
00:07:39: mein letztes Buch ist glaube ich fünf Jahre her.
00:07:42: Ja du hast ja auch Andere Dinge, die da laufen wie zum Beispiel auch dein Podcast.
00:07:46: Der irre erfolgreich läuft schon seit so vielen Jahren.
00:07:49: lieben lernen.
00:07:51: Paula lieben lern genau seit acht jahren.
00:07:53: Ich glaube ich ging es los.
00:07:55: Da kommen Menschen zu mir, die über ihre Beziehungsthemen sprechen wollen und einen Rat brauchen.
00:08:01: Und ja Lieblingsprojekt muss ich sagen.
00:08:04: podcast ist halt so viel unmittelbarer Genau wie radio auch als fernsehen.
00:08:08: im fernsehenden wird so vieles künstlich hergestellt und das ist im podcast eben Also bei meinem nicht so und das finde ich ganz, ganz toll.
00:08:16: Du hast sehr viele Fernsehformate schon gemacht und es kommen vielleicht auch noch welche?
00:08:22: Man weiß das ja nicht in diesem Job.
00:08:25: aber wenn du sagst künstlich hergestellt... Das weiß ich, weil ich das auch mal gemacht habe.
00:08:30: Es ist selten so, dass man Gespräche einfach laufen lassen kann oder dass man sich in Situationen eins zu eins hineinbegeht, weil irgendeinen Flugzeug über die Situation fliegt und der Ton sagt nee noch einmal oder das Licht ist nicht ideal oder irgendwas wird dann gekürzt oder geschnitten oder es gab Vorabsprachen oder was auch immer.
00:08:50: Das ist oft eine künstliche Situation, die vorgaukelt authentisch zu sein.
00:08:54: Ja wir hatten also Bei meinem Thema war häufig das Problem, dass sich der Sender was bestimmtes gewünscht hat an spektakulären Aussagen.
00:09:05: Die aber eigentlich nur neben dem Schauplatz der ganzen Geschichte waren.
00:09:09: oder mussten wir immer darauf hin zugespitzt die Leute irgendwelche Sachen befragen...
00:09:13: Kann ich mir vorstellen?
00:09:14: ...die völlig
00:09:15: uninteressant waren für mich.
00:09:16: jetzt aus menschlicher Sicht.
00:09:19: Man muss dazu sagen, das habe ich bis jetzt ausgeklammern.
00:09:21: Wie du vielleicht gemerkt hast aber das müssen wir an dieser Stelle nachholen dass du als Sex- und Beziehungsexpertin sehr lange geschrieben hast.
00:09:30: So bist du auch reingegangen so hast du damals Kolumnen geschrieben bei der GQ und so obwohl du ja eigentlich journalistischen Reportagen angefangen hast.
00:09:39: Du hast dich auch zur Journalistin ausbilden lassen?
00:09:42: Du warst auf der Axelspringerschule Und bist dann reingerutscht in dieses ... Milieu.
00:09:50: In das Milieu?
00:09:51: Von Sex und Beziehungen, aber das lief Bombe!
00:09:55: Ja, das lieft gut.
00:09:57: Ich bin da tatsächlich reingeruscht, weil ich das Geld brauche wie so viele.
00:10:03: Ja... Ich habe im Jahr zwei Tausend Fünf mein erstes Kind geboren und konnte nicht mehr ewig wegfahren.
00:10:11: Also ich wollte nicht mehr durch die Gegend reisen Brotverdienerin zu Hause und dann musste ich mir was überlegen.
00:10:20: Und Sex war gefragt!
00:10:23: Das hat sich heute ja nun nicht geändert?
00:10:26: Ja genau, und dann hat es mir auch Spaß gemacht.
00:10:28: Ich musste mich da aber erst reinarbeiten weil...
00:10:30: Es klingt so lustig doppelböig.
00:10:35: Ich war auf Heirat zu dem Zeitpunkt.
00:10:37: Ach
00:10:37: das wisst dich gar
00:10:37: nicht
00:10:38: echt?!
00:10:39: Und ich hatte immer so ein Stillkissen auf dem Schoß.
00:10:41: Da lag mein Kind, hat gesäugt und dann habe ich so pornografische Inhalte geschrieben, weil ich dachte die Zeit muss ich nutzen, wo ich niemanden beschäftigen muss.
00:10:51: Ja und in deinem Kopf scheint ja so einiges los zu sein?
00:10:54: Ich hab mir einfach vorgestellt wie würde einen GQ-Leser Sex haben und das nur aus einer weiblichen Perspektive.
00:11:02: Naja gut also wie gesagt es hat sehr lange sehr gut funktioniert.
00:11:07: Bis heute bist du jemand, der zumindest als Beziehungsexpertin ernst genommen wird.
00:11:13: Also diese Sexsache abzustreifen ist jetzt halb lustig gesagt aber auch halb ernst.
00:11:17: Es ist so ein bisschen Fluch und Segen wahrscheinlich Und wir sind ja jetzt drauf gekommen auch weil du sagst beim Fernsehen natürlich wollen sie dann die spektakulären Bilder und natürlich heißen die Formate dann Paula kommt oder Der beste Sex der Welt oder irgendwie So.
00:11:31: das ist catchy dass es krispie das wollen die Leute hören Und damit kriegt man Zuschauerinnen und Zuschauer, wie es heute dafür auch Klicks gibt.
00:11:39: Aber davon konntest du dich alligermaßen gut emanzipieren?
00:11:42: Ja weil ich... Also irgendwann hat mich diese Sexgeschichte so ein bisschen nicht gelangweilt aber das war so auserzählt.
00:11:51: Weil ich gemerkt habe die sexuellen Aktivitäten, die die Leute so vornehmen, die sind ja immer die gleichen.
00:11:57: Da gibt's eine relativ begrenzte Spannweite.
00:12:00: Du kannst dann in den Fetischbereich gehen das genaue Gegenteil machen, du kannst Monogramm leben oder zu mehreren völlig egal.
00:12:10: Aber die Handlung an sich ist für mich dann irgendwann auserzählt.
00:12:14: was mich interessiert ist warum gehen die Menschen in Beziehung
00:12:18: mit den Menschen?
00:12:19: Das ist eine große Frage.
00:12:21: Genau.
00:12:24: Hast Du darauf ne Antwort gefunden?
00:12:26: Nee da gibt es natürlich Zehntausend!
00:12:28: Genau.
00:12:28: Zehntausend verschiedene Antworten, weil ja jeder von uns eine andere Motivation hat und auch einen völlig anderen Blick darauf.
00:12:36: Und andere Sehnsüchte, ja.
00:12:37: Ist
00:12:38: es denn wirklich so oder könnte man da nicht auch wieder sagen das sind so zehn Cluster unter denen sich dann doch wieder alles gruppiert?
00:12:44: Also warum die Leute enden wo sie enden?
00:12:48: Oh, enden ist aber auch wieder ein schönes Wort dafür.
00:12:50: also in den Schwierigkeiten mit denen Sie dann zu mir kommen Das kann ich voraussagen anhand der Kindheitsgeschichte meistens Ja wirklich?
00:12:58: Ja!
00:12:59: Das ist in der Tat das kann man clustern.
00:13:01: natürlich gibt's da so Differenzen im Detail Aber das Grundsätzliche ist bei den meisten relativ ähnlich.
00:13:11: Aber wie sie es dann ausführen, und da kann ich natürlich auch sehr gut in Selbstbeobachtung gehen weil ich ja auch Sehnsüchte hab die aus meiner Kindheit resultieren und Ängste und Wünsche und ja auch in Connection mit anderen Menschen überhaupt in Freundschaften usw immer wieder auf Baustellen stoße wo ich denke ach guck an Ach, das wird mir jetzt erst klar.
00:13:36: Und es ist ein nie versiegender Bach der Lehre im Grunde!
00:13:42: Mit Haar oder mit ... Ja, mit Haar, ja na klar.
00:13:45: Nee
00:13:45: nee, der spudelt ja und das finde ich das Schöne daran weil dass was ich mache bringt die Leute immer nach vorne und das ist das Gute daran wenn ich denen sage probier mal die und die Stellung kann nicht auch machen aber Ja, und dann können
00:14:03: die Leute auch noch vorne brechen.
00:14:05: Für den Moment, aber ich will ja das große Ganze.
00:14:09: Aber die Dinge verändern sicher auch?
00:14:11: Ich glaube was du tust wenn ich das richtig einschätze und was du auch in deinem Podcast machst und was mit dem Projekt nur hast eine Tour auch also du hast auch ein Bühnenprogramm da spreche mir später drüber ist er dass du wenn ich es richtig verstehe den Leuten so Tools an die Hand gibst.
00:14:28: Also das ist in erster Linie um einen selbst geht und das ist da fängt ja sowieso glaube ich liebe und akzeptanz.
00:14:36: Und all das worum sich die welt mehr oder weniger dreht an dieses bild dass man von sich selbst hat, wie man mit sich selbst umgeht und wie man dann eben auch mit anderen umgeht
00:14:47: vor allem weil die menschen immer denken sie sind legobaukästen sie gehen mit ihrer kleinen kiste zu jemandem und sagen baue mich fertig es funktioniert aber natürlich nicht weil du immer der einzige mensch bist die Gebrauchsanleitung hat, quasi.
00:15:02: Wie heißt das bei Lego?
00:15:04: Bauanleitung.
00:15:05: Also sind wir ... Wir sind Lego-Kästen aber wie ... Nur dass wir uns nicht missverstehen.
00:15:12: Du sagst, die Menschen gehen zu anderen und wollen da vervollständigt werden oder beziehungsweise richtig aufgebaut.
00:15:17: Aber wir müssen uns selbst bauen!
00:15:18: Wir müssen uns selber bauen und dann kann jemand anderes kommen und sagen wow was für ein schönes Piratenschiff.
00:15:27: hier möchte ich gerne mitfahren.
00:15:30: Damit würde ich gerne, natürlich das Bild hinkt insofern als dass der Spaß beim Lego-Bauen ja im Bauen liegt.
00:15:36: Aber es kann ein kein anderer fertig bauen.
00:15:41: Das geht einfach nicht.
00:15:42: Ich finde, das hinkte gar nicht so sehr weil ich glaube um jetzt an dieser Metapher einfach mal kurz zu bleiben, dass diese Beschäftigung mit sich selbst jetzt nicht die Nazistische, Viele Menschen wissen gar nicht, dass sie sich eigentlich gar nicht so richtig mit sich selbst beschäftigt haben.
00:16:01: Weil Sie Ihre Bedürfnisse möglicherweise unter die anderer Stellen oder.
00:16:06: ich glaube diese Beschäftigung mit sich selber kann auch Spaß machen.
00:16:11: also die tut bestimmt auch wie an einzelnen Punkten.
00:16:14: das weiß nicht nur bestimmt das wissen wir alle aber die kann ja auch wirklich toll sein vor allem gerade wenn man dann merkt dass einem so eine Muskulatur wächst oder?
00:16:21: Ja
00:16:22: und diese Muskulatur wächst.
00:16:25: Du kannst das Wachstum insofern dann sehen, wenn du in der gleichen Situation plötzlich völlig anders reagierst und zwar gesunden.
00:16:33: Wenn dir jemand sagt ich bin voll im emotionalen Burnout reingerauscht Und war dann in der Klinik und diese zwei Monate waren die schönsten meines Lebens Dann weißt du einfach dass es Unheimlich traurig ist.
00:16:51: gewesen ist davor.
00:16:51: Und das Hauptproblem, was die Leute tatsächlich haben, ist dass sie die eigenen Gefühle nicht ernst nehmen oder nicht die Werkzeuge dazu haben, die ernst zu nehmen und so über sich selber hinweg leben bis sie dann irgendwann völlig leer gelaufen sind.
00:17:06: Oder ihnen schlecht wird wenn sie aufstehen müssen weil sie zur Arbeit gehen sollen.
00:17:10: Weil dort Konflikte lauern, die sie nicht lösen können oder in Beziehungen ein Schatten ihrer selbst werden.
00:17:17: aber hauptsache Beziehung
00:17:20: Eben, das finde ich schon auch sehr rätselhaft.
00:17:25: Der nächste Song den wir von dir spielen Living in another world und ich weiß du hast ein Stichwort geschickt mit vierzehnmal kurz ausgezogen.
00:17:35: vielleicht können wir den Song erst mal spielen Am Anfang deines Lebens ansetzen, um da nicht mitten rein zu porzeln.
00:17:42: Sondern uns auch wirklich das Abzuholen von nur gerade mal ganz kurz gesprochen hast.
00:17:47: Auch eine Art Verletzung vielleicht?
00:17:49: Mit Sicherheit!
00:17:50: Talk talk.
00:18:20: Talk talk waren das Living in another world mitgebracht von der Moderatorin, Autorin... Coach and
00:18:31: coach.
00:18:32: Die Coach Paula Lambert Hallo.
00:18:34: Ja, hallo ich mir sofort schützen lassen!
00:18:36: Dein Leben begann in den Jahr hier in München.
00:18:40: Du bist in Bonn aufgewachsen und es ging ziemlich früh los dass du als kleines Kind, du wirst dich an die Situation wahrscheinlich nicht aktiv erinnern können aber dein Körper, deinen Gehirn wird da bestimmt einiges gespeichert haben Die ersten Jahre deines Lebens verliefen nicht optimal bzw das erste Jahr verlief nicht so gut.
00:19:03: Das erste und dann ab sechs wieder.
00:19:07: Das verlief nicht so optimal.
00:19:09: Meine Mutter war schwer drogensüchtig, war im Gefängnis.
00:19:13: Ich war bei Pflegeeltern.
00:19:16: Die hatten mich gefunden in einer Wohnung, wo ich da alleine herumlag.
00:19:20: Was für einen Nachbarn?
00:19:22: Die direkte Nachbarin war wohl die Mutter von der Frau mit der meiner Mutter unterwegs war.
00:19:29: Die hat den anderen Nachbarn Bescheid gesagt.
00:19:31: Sie haben sich Zugriff zu Tritt zur Wohnung verschafft, wo ich alleine lag mit sechs Monaten.
00:19:36: Was fanden sie genau
00:19:37: vor?
00:19:39: Ich war zwar dabei aber erinnere mich nicht.
00:19:41: Die haben mir erzählt dass ich auf dem Boden lag um mich herum so ein rostiger Laufstall.
00:19:46: Hochdramatisches Bild.
00:19:48: Fläschchen mit bröckeligem teilweise auch schimmeligen Inhalten also ungewaschen einem Kantenbrot und im Schlüsselbund.
00:19:57: der war drin wahrscheinlich als Spielzeug Und relativ mager,
00:20:03: bald
00:20:04: nicht gut ernährt.
00:20:06: Und vor allem einfach völlig unwach.
00:20:11: Also ich war ... Niemand hatte sich mit mir beschäftigt, ne?
00:20:13: Ich konnte nichts!
00:20:16: Ich konnte mich vielleicht gerade mal auf den Bauch drehen aber das wars auch.
00:20:21: Also gut, mit sechs Monaten kann man eh nicht so viel.
00:20:23: Aber mein Stiefpflegevater meinte immer, ich sei völlig unterentwickelt gewesen.
00:20:29: So... Und dann haben die mich mitgenommen und dann hat meine Mutter auch zugestimmt, dass sie mich aufnehmen dürfen.
00:20:38: Aber sie hat nie das Sorgerecht abgegeben.
00:20:41: Das wurde mir zum Verhängnis, als Sie und Ihr neuer Lebenspartner entschieden haben, eine gute Idee wäre, wenn ich zu ihr käme, damit sie einen stabilisierenden Faktor in ihrem Leben hat.
00:20:54: Dann hat sie mich nach einem Besuch bei meinen Pflegeeltern einfach nicht wieder zurückgebracht.
00:21:00: Darum ist das, glaube ich auch so ein Lebensthema den Leuten beizubringen oder beibringen zu wollen.
00:21:08: Dass sie vernünftige Entscheidungen treffen in ihrem Leben und Konflikte aushalten.
00:21:15: Und dann war ich halt bei meiner Mutter.
00:21:20: Ich bin in so einer hippie Kommune gelandet in Bonn-Mehlheim.
00:21:24: Das Haus wurde später abgerissen.
00:21:26: Es war ein sehr schöner Altbau-Willer und da wohnten wie in so einem Bienenstock ganz viele Leute mit sehr, sehr langem Haar und sehr vollem Bart.
00:21:35: Und Frauen halt mit Mittelscheitel.
00:21:39: Dann sind wir nach Bonn gezogen, also in die Innenstadt.
00:21:45: Da hält dann immer alle eineinhalb Jahre umgezogen.
00:21:50: Als ich vierzehn war ... hat eine Arbeitskollegin, vielleicht war ich auch dreizehn.
00:21:57: Also sechsundachtzig, siebenachtzig.
00:21:59: Dreizehn war ich wahrscheinlich.
00:22:00: Eine Arbeitskullegin die vorher bei uns gewohnt hatte als WG-Partnerin ist umgezogen und ist dann in Urlaub gefahren.
00:22:08: Und ich weiß leider nicht mehr wie wir auf die Idee kamen dass ich da in ihre Wohnung ziehe.
00:22:13: Auf jeden Fall habe ich alleine gewohnte für ein paar Wochen.
00:22:18: Das war dieses Lied, das war darauf bezogsig.
00:22:20: Genau und dort ... die hatte Eishi hieß sie, liebe Grüße, falls du das hörst.
00:22:27: Die hatte so eine punkige Frisur und immer so gestreifte Hosen an wie das damals üblich war in Pankkreisen zumindest.
00:22:35: Die hat mir auch damals ne bunte Strähne gefärbt, so einen grünen Fleck den ich hatte.
00:22:40: Richtig stilvoll!
00:22:42: Und die hatte eine riesige Plattensammlung mit den ersten Dingen, die ich noch nie gehört habe unter anderem Talk Talk.
00:22:49: Howard Jones Bruce Hornsby Die frühen Genesis Sachen natürlich Peter Gabriel Joe Jackson also kam Weiß gar nicht, was ist das für eine Sparte?
00:22:59: Joe
00:22:59: Jackson.
00:23:00: Ja, es war eine Art von
00:23:02: Indie-Pop oder was?
00:23:03: Young
00:23:03: New Wave vielleicht auch zum Teil... Man muss es auch gar nicht kategorisieren!
00:23:06: Das war einfach sehr vielfältig, finde ich.
00:23:09: Genau
00:23:09: und sie hatte ne Anlage und ich hab Tag und Nacht Musik gehört.
00:23:13: Das war fantastisch.
00:23:14: Und es war halt dieser emotionale Druck nicht da.
00:23:17: Ich glaube, dass hat mir besonders gut gefallen weil der Fuchs irgendjemanden muss mir Geld gegeben haben.
00:23:23: aber Also Gunkart hab ich nicht.
00:23:25: Ich weiß nur, ich habe da gewohnt und Musik gehört.
00:23:28: Wir hören den nächsten Song, Nirvana.
00:23:31: Oh!
00:23:32: Das ist schon ein bisschen weiter dann zeitlich als Melt's Like Teen Spirit.
00:23:39: Kommen wir auch erst mal und erzählen danach weiter.
00:24:16: Wie ist es denn für dich gewesen?
00:24:18: Ich weiß nicht, wann deine aktive Erinnerung einsetzt.
00:24:21: Aber fortan eben nicht mehr bei deinen Pflegeeltern zu sein sondern deine Mutter um dich herumzuhaben die sich... Das will ich jetzt hier mal ganz wohl wollen.
00:24:31: Nicht wissend ob es überhaupt so war aber vielleicht Mühe gegeben hat das bestmöglich zu machen.
00:24:36: Vielleicht auch nicht!
00:24:38: Ich weiß es nicht wie war's denn für Dich sie als Bezugsperson plötzlich zu haben?
00:24:43: also Es hat sich kein Mühe gegeben.
00:24:47: Und es war Horror natürlich, ich kannte die Frau ja gar nicht.
00:24:50: Also stell dir vor du musst als Kind zu jemandem von dem dir gesagt wird das ist deine Mutter, die hast du noch nie vorher gesehen.
00:24:59: und plötzlich bist du bei dieser Person und siehst deine Mama, das war meine Pflegemutter, die habe ich Mama genannt zwei Jahre lang nicht.
00:25:08: Ich wusste überhaupt nicht was is'.
00:25:11: Wer ist das, warum?
00:25:12: Das kannst du in einem Kind ja auch nicht erklären.
00:25:15: Also als Kind versuchst Du ja die Umstände erträglich zu machen für Dich indem Du Dich maximal anpasst und ich habe viel Trost bei meiner Grundschullehrerin gefunden, die so ein richtiges Hype Girl war.
00:25:30: Die hatte man gesagt, dass Dir wird etwas groß ist!
00:25:33: Du kannst alles usw.. Anders als unser Sportlehrer, der schon alt war und uns immer in Schützengräben hat springen lassen.
00:25:40: Der hatte glaube ich auch so ein Traum, dass er nicht loslassen konnte.
00:25:45: Jedenfalls... Es gab viele Konflikte natürlich.
00:25:50: Ich erinnere mich an einen Nachmittag.
00:25:53: da waren wir bei einer Freundin von meiner Mutter zu Besuch Und aus irgendeinem Grund bin ich richtig ausgeklinkt Und das endete dann halt in einem riesigen, ich hasse dich, Geschrei mit Tränen und so weiter.
00:26:09: Das musste glaube ich mal raus aber das führte natürlich zu nichts weil ... Mit Dreizehn kannst du auch nicht reflektieren was da gerade passiert.
00:26:20: Ich habe auch keine Reflexion von der anderen Seite irgendwie bekommen.
00:26:25: Ja, das war einfach... Ich hab mich angepasst!
00:26:27: Ich hab versucht mich unsichtbar zu machen.
00:26:29: Ich glaub', dass war das.
00:26:30: Ich habe dann Trost gefunden im Sport.
00:26:33: Ich hab jeden Tag Sport gemacht.
00:26:35: Du bist geruht, du warst richtig leistungsschutzportlerin?
00:26:38: Genau!
00:26:38: Ja also wir haben trainiert und sind jedes Wochenende auf Wettkämpfe gefahren.
00:26:43: ich habe immer so ein bisschen geschwächelt auf den letzten Metern weil Ich bin niemand, der sich beim Sport so durch den letzten Schmerz beißt.
00:26:52: Es gibt ja Leute, die können so wichtig ... Und beim Rudern tun dir irgendwann immer die Kaumuskeln weh, weil alles voller Milchsäure läuft und da hab ich dann immer ein bisschen ... Ich bin also klassische Zweite Vizilandersmeisterin usw.
00:27:06: Aber
00:27:07: trotzdem?
00:27:09: Wie war das für dich wenn du bei Freundinnen zu Besuch warst und gesehen hast dass da ein ganz anderes Leben stattfindet?
00:27:16: Ja, ich kam mir vor wie ein Alien.
00:27:19: Ich weiß auch gar nicht, ob ich gut gerochen hab.
00:27:21: Darüber habe ich neulich nachgedacht.
00:27:22: Weil ich erinnere mich nur, dass es riesige Wäscheberge zu Hause gab.
00:27:27: Weil halt ... wir alle immer, also meine Mutter und ich unsere Wäschel da so hingeworfen haben.
00:27:33: Es gab kein Wäshekorb.
00:27:35: Und ich weiß gar nicht mehr, ob keine Erinnerung daran war, wer gewaschen hatte eigentlich?
00:27:40: Du hast ja ziemlich viel selbst übernommen.
00:27:42: Ich finde das ganz interessant.
00:27:44: Ähm... dass du ja auch zu den Personen gehörst, die so allagisch darauf reagieren schriftlichen Kramen zu machen.
00:27:54: Du bist auch Freiberuflerin.
00:27:55: wir haben uns darüber schon mal unterhalten.
00:27:57: dieses allein diese Quittung zusammensuchen.
00:28:00: es geht gar nicht darum das man irgendwas böses im Schild geführt oder so sondern einfach da eine Ordnung reinzubringen und das Gefühl zu haben oh Gott!
00:28:08: Das ist bestimmt nicht vollständig.
00:28:09: mir fehlt bestimmt Der entscheidende schrieb und ich muss, oh Gott das schaffe ich nie.
00:28:13: Man macht sich da total verrückt.
00:28:15: Andererseits warst du aber in einem extrem jungen Alter die Person... ...die die Post für deine Mutter aufgemacht hat, die die Bankbriefe geöffnet hat um zu gucken wo ist es Konto?
00:28:27: Wird uns die Heizung abgestellt?
00:28:30: Also ich habe die Briefe nicht geöffnete.
00:28:32: Ich hab sie gesucht.
00:28:33: Die waren schon offen Teilweise trotzdem unbezahlt.
00:28:37: Darum weiß nicht, wie oft das Wasser aus war
00:28:40: oder
00:28:41: keine Heizung und so weiter ... Und Licht ohne Licht ist auch ein ganz interessantes Leben.
00:28:47: Also ohne Strom.
00:28:48: Aber ich hatte früh einen Sensor dafür, dass wann es gefährlich für mich wird?
00:28:54: Wann droht die nächste Pleite quasi?
00:28:56: Das hat leider nicht dazu geführt, dass ich gut in Bürokrat schnackt bin.
00:29:00: Überhaupt nicht!
00:29:02: Also... Und ich wünschte, ich wäre es.
00:29:05: Aber ich habe jetzt jemanden angestellt, der das für mich macht.
00:29:08: Weil...
00:29:09: Ich agere mich wahnsinnig darüber, dass das oft auch so ein Frauending ist und dass das dann dazu führt, dass in Beziehungen Frauen die Sachen Männern überlassen.
00:29:18: Also ich kenne ganz viele Frauen, die es anders machen, die super sind im Buchhaltung und den totalen Überblick haben und so.
00:29:24: Und ich glaube nach wie vor, dass bei mir noch nicht Jedes Relais im Gehirn irgendwie angeworfen wurde, weil ich weiß.
00:29:31: Ich könnte das auch ... Wenn ich es dann mache?
00:29:34: Wenn dieser Tag dann droht und ich muss das alles zusammensuchen, dann hab' ich's ja!
00:29:38: Dann
00:29:38: organisiere ichs auch.
00:29:39: Es liegt vor mir und ich denke, ist doch easy.
00:29:41: Mache ich nichts.
00:29:42: Das ist ganz anders.
00:29:44: Und dann verfalle ich wieder in dieses alte Muster.
00:29:46: wahrscheinlich wenn es hart auf hart käme würden wir das hinkriegen.
00:29:49: Deswegen agert es mich so dass man schiebt das dann oder viele Frauen schieben das weg.
00:29:54: Auch in Beziehungen weißt du besser als ich kümmern sich da nicht drum, gerade in so einer Ehe.
00:30:00: Und dann kommt es zum großen Knall und Frauen haben überhaupt keinen Überblick!
00:30:06: über die Finanzen.
00:30:08: Wo bin ich da, wo stehen wir?
00:30:09: Was gehört mir?
00:30:10: was gehört dir?
00:30:11: Was habe ich unterschrieben?
00:30:12: so etwas
00:30:13: also im Überblick über die finanzen habe ich schon.
00:30:15: aber was mich wirklich aus dem Ruder wirft ist ein brief von der Rentenversicherung oder so.
00:30:20: die dann irgendwelche sachen wollen.
00:30:23: warum wollt ihr das?
00:30:24: ja lass mich in Ruhe
00:30:26: lasst mich doch ich zahle auch schon Ja, was wollt ihr noch?
00:30:31: Also und dann musst du mit den Leuten ... Ich hab einen Streit gehabt mit der KSK.
00:30:35: Du
00:30:36: kannst da Sozialkasse.
00:30:37: Genau, Faxe hinschicken!
00:30:40: Das war ich so.
00:30:42: Ich habe keinen Fax.
00:30:43: Was mach' ich denn jetzt?
00:30:46: Komm sie nach Flensburg oder wo die sitzen will.
00:30:50: Keine Ahnung.
00:30:50: Oh mein Gott.
00:30:52: Ich wünschte es wäre einfacher.
00:30:53: Ich sehe auch nicht ein, dass sich meine Lebensenergie mit so einer Scheiße verschwenden soll.
00:30:58: Oder?
00:30:59: Ich dachte, du brauchst einen Coach zur Finanzcoach.
00:31:04: Kann sein!
00:31:05: Was für Gespräche habt ihr miteinander geführt?
00:31:09: Wäre ich jetzt ein Bild an eurer Wand gewesen oder ein Kleidungsstück in diesem Haufen und wäre als Zeuge in dieser Wohnung gewesen wie... Was hätte ich da mitbekommen?
00:31:22: Wie seid ihr miteinander umgegangen?
00:31:24: Du hättest mitbekommen, dass ich keine sehr große Rolle gespielt habe in diesem Leben.
00:31:28: Weil es hauptsächlich darum ging ihre Bedürfnisse zu managen.
00:31:32: und was
00:31:33: waren denn Ihre Bedürfenisse?
00:31:35: geliebt
00:31:35: zu werden von Männern ja Und die also die wechselten natürlich auch weil wenn man kaputt ist und wie gesagt zu jemandem geht und sagt, reparier mich.
00:31:51: Zieht man nicht nur idealerweise Leute mit dem falschen Werkzeug an oder keinem sondern hat selber überhaupt keinen Gefühl dafür wer der richtige Mensch wäre.
00:32:01: Und das war etwas was ich sehr deutlich miterlebt habe und dieser Mangel an positivem Beziehungsvorbild.
00:32:09: Der ist mir schon später doll vor die Füße gefallen weil ich daraus geschlossen habe wenn mich jemand liebt werde ich gut sein und nichts könnte natürlich falscher sein.
00:32:23: Das ist die falscheste Annahme, die man über sich selbst treffen kann... Also eine
00:32:28: Dankbarkeit dafür geliebt zu werden?
00:32:30: Und als Beleg dafür dass es wert ist
00:32:35: Ja, die absolute emotionale Abhängigkeit.
00:32:38: Also ich brauche den Beweis von außen damit ich mir glaube dass ich wirklich gutes verdient habe.
00:32:44: und das führt natürlich... Das werden alle die zuhören und es auch erlebt haben an sich selbst führt zu richtig bescheuerten Entscheidungen die einfach sehr viel Liebeskummer nach sich ziehen.
00:32:56: Liebeskommer ist ein süßes Wort dafür!
00:33:01: Emotionales Elend, ja.
00:33:03: Und ich bin auch verelendet tatsächlich.
00:33:05: Mein großer Durchbruch, das habe ich während ich mein Tourprogramm geschrieben habe ... Ist mir das wieder eingefallen?
00:33:11: Der kam tatsächlich auf dem Schoß von Wieglaff Droste.
00:33:15: Hups!
00:33:16: Wieglaf Drostte Friede seiner Asche oder wie man es sagt ist leider verstorben war mein Mentor und er hat mir eine Schreiben beigebracht.
00:33:25: Ich hab immer meine Texte zu ihm geschickt, hab gesagt Schau, das habe ich geschrieben und er hat das so angekreuzt.
00:33:30: Perfekt!
00:33:33: Was er anders machen würde und warum und so.
00:33:34: Das war herrlich und wir sind oft trinken gegangen.
00:33:40: mit Wieglar konnte man vorzüglich sehr viel Wein trinken.
00:33:44: Und eines Abends haben wir ganz viele Rotweine getrunken.
00:33:47: Den leider am Ende dann auch gefällt hat muss man sagen.
00:33:50: aber...
00:33:51: Gefällt also mit äh?
00:33:52: Ja ja.
00:33:54: Also am Ende seines Lebens meine ich
00:33:56: Ja, ja.
00:33:58: Auf jeden Fall platzte es mir dann so heraus ... Er saß auf einem Stuhl, ich hatte kein Sofa oder so damals und ich ... Saß auf dem Boden und hab in seinen Schoß hineingeweint.
00:34:11: Ich weiß nicht wie lange es war, ich war unheimlich betrunken.
00:34:14: All diese Gefühle und Gedanken in mir darüber, wie wenig ich liebenswert wäre und dass niemals jemand mich lieben wird.
00:34:23: Und während er da ganz erschüttert Und nass geweint vor allen Dingen zurückblieb, bin ich auf die Toilette gegangen und habe unglaublich gekotzt.
00:34:32: Weil ich viel zu viel Rotwein getrunken hab und emotional natürlich völlig aufgewühlt war... ...und kam zurück.
00:34:37: und dann sagte er jetzt hast du innen unter Außen gekotst?
00:34:41: Wow ja!
00:34:41: Ja!
00:34:42: Und am nächsten Tag dachte ich so das kann es nicht sein dass ich so über mich denke und das so empfinde
00:34:51: also
00:34:52: muss mir Hilfe suchen.
00:34:53: Das war der Initialschritt zur Therapie zu gehen, tatsächlich.
00:34:59: Ja ...
00:35:00: Oh!
00:35:01: Ja... Und weil ich das weiß wie schlimm sich das anfühlt, das so zu glauben und zu fühlen, ich glaube darum war für mich die logische Schlussfolgerung Ich helfe Leuten dabei
00:35:12: daraus zu kommen.
00:35:14: Und es
00:35:14: zu verstehen.
00:35:16: Was du erlebt hast ist leider kein Einzelfall bestimmt nicht aber dennoch eine ja schon Auch nicht gewöhnliche, sondern schon eine außergewöhnlich harte Geschichte.
00:35:27: Ich kenne kaum jemanden – das muss jetzt nicht sein, aber ich glaube die geht es ähnlich – der so eine feine Vater-Mutterkind-Story mit Hund und Katze und Happiness hat.
00:35:41: Zwei Menschen sind mir vielleicht jemals in meinem Leben begegnet bei denen das wirklich so ist.
00:35:45: Und absurderweise kommen wir mit diesem Wunsch nicht zur Welt, sondern er wird irgendwie gepflanzt, eingepflanzt Auf jeden Fall durch die Kinderbücher damals, durch die Erzählungen.
00:35:55: Durch die Ja wird schon alles gut und na na na in alles gar kein Problem usw.
00:36:01: Deswegen glaube ich auch manchmal.
00:36:03: Eltern meinen das natürlich gut wenn sie das harte und das schlimme und das grausame und das schmerzvolle von ihren Kindern fernhalten wollen.
00:36:09: bestimmt man muss da aufpassen aber es auszuklammern ist glaube ich ziemlich gefährlich, denn du kommst über kurz oder lang wirst du damit konfrontiert und die meisten eben auch schon Interfamilie durch was auch immer.
00:36:24: Und das finde ich so hart dass die meisten von uns da ihre Wunden ihre Verletzungen in sich tragen die sie aber vielleicht gar nicht als solche wahrnehmen oder erkennen.
00:36:36: Und das Irre ist ja, dass du ... wenn du dich mal intensiv mit Menschen unterhältst und die loslassen.
00:36:43: Ja?
00:36:43: Und sich öffnen, dass sie sich so gesehen und gehört fühlen, weil man in der Gruppe sagt, hey bei mir auch, bei mir, auch bei mir!
00:36:54: Dann fängt doch das Wachstum an.
00:36:58: Dann kommt Licht in diese ganze mosege Angelegenheit.
00:37:03: Das ist so ein schönes Gefühl.
00:37:05: Und ich finde das auch gar nicht so tragisch, dass man das ganze Leben unter einem Schatten verbringen muss.
00:37:12: Weil einem sowas passiert ist sondern tragisch wird es nur wenn man nicht zulässt das anzuerkennen
00:37:19: Genau und irgendwann auch das Fenster aufmacht.
00:37:20: Also dieser Schatten der ist ja da Das lässt sich nicht mehr ribbeln.
00:37:26: Aber ich denke schon auch, dass sich einiges ändern lässt durch die Art wie man dann fortan auf Dinge und was man auch zulässt.
00:37:36: Und vor allen Dingen wird einem dann so vieles klar über das eigene Verhalten, ich habe zum Beispiel ganz lange versucht Liebe zu bekommen von Frauen die gar nicht mich lieben wollten im Sinne von Freundinnen.
00:37:50: Freundschaft ist ja auch Liebe.
00:37:53: Ich hab versucht Freundin zu sein mit Frauen ... Also, wo ich richtig drum kämpfen musste.
00:38:00: Und dann hab ich irgendwann so ein Status erreicht, wo so ja okay die ist halt auch mit dabei aber nicht so richtig aus der Tiefe des Herzens und das ist mir dann auch echt sehr viel später so richtig im Erwachsenenalter klar geworden dass sich da so eine Tendenz habe.
00:38:16: logischerweise weil das ist das was ich als Kind immer gemacht habe.
00:38:21: Bist du gesucht hast?
00:38:22: Ja.
00:38:22: Was du dir gewünscht hast?
00:38:28: Murder on the Dancefloor.
00:38:30: Passt das überhaupt?
00:38:32: Klar!
00:38:33: Sophie alles backster, toller Song.
00:38:35: Toller Dance-Song auch.
00:38:36: Willst du die Geschichte dazu kurz erzählen?
00:38:41: Also das erste was mir bei dem Lied einfällt ist der Liedschatten von ihr.
00:38:45: turkis
00:38:47: und ich hatte mal... Ich sollte für so ein Magazin von Financial Times, sollte ich die Musee von Yves Saint Laurent interviewen
00:38:57: Wohne eine schöne Frau.
00:38:59: Ist das Inés de la Fressange, ist das das Model?
00:39:01: Nein,
00:39:02: dann meine ich die andere.
00:39:03: Wie hieß sie denn noch?
00:39:04: Loulou de la Falles, Entschuldige!
00:39:06: Also da wurde ich nach Paris geschickt, sollte im Le Mouris übernachten... Mein Zimmer hat irgendwie neunhundert Euro oder so gekostet.
00:39:13: Da kam jemand um mein Bettchen aufzudecken und dann dachte ich okay was ziehe ich an bei einer Modeikon.
00:39:17: Ich habe keine Ahnung und hab dann gedacht, ich habe ein petrolfarmenes Kleid also nehme ich Petrolfahnen-Liedschatten.
00:39:25: Aber einfach so, alles voll.
00:39:26: Genau
00:39:27: richtig!
00:39:27: Und dann guckt sie mich an und sagt ... So you like blue yes?
00:39:33: Und dann wusste ich okay... Ich bin ... Durch, unten durch.
00:39:38: Egal!
00:39:38: Aber es war trotzdem lustig.
00:39:41: und als ich dann... Also das Leben ist ja nicht nur traurig ne?
00:39:44: Man geht verwundeter durchs Leben vielleicht aber man hat auch eine Menge Spaß.
00:39:48: Meine schönste Zeit war definitiv in London.
00:39:51: Aber nee, da müssen wir jetzt.
00:39:52: pass auf Die Zeit ist fortgeschritten.
00:39:54: Wir spielen jetzt erstmal den Song Und holen uns die schöne Zeit in London danach ab.
00:40:19: Paula Lambert ist zu Gast.
00:40:21: Wir müssen noch eine kurze Geschichte nachholen, nämlich zu Nirwanas Merz.
00:40:27: Like Teen Spirit hatte er vorhin gespielt.
00:40:30: Warum hast du das mitgebracht?
00:40:32: Ich bin irgendwann mal in Bonn im Bonner Loch beim Kiffnerfischsturm.
00:40:35: Im Bonner Loch.
00:40:36: So hieß es vor dem Hauptbahnhof.
00:40:38: Da waren früher die Skater und ich Und von Zivilpolizisten wurde in eine Sichtzelle gebracht mit meinen Freunden.
00:40:46: Hab dann noch einen Gramm Hasch runtergeschluckt, was im Namen hinein keine sehr gute Idee war!
00:40:53: Auf jeden Fall hab ich dann ein Jahr Hausarrest gehabt.
00:40:56: Also ich hatte die Wahl entweder du gehst mit ihrem damaligen Freund raus der war frühponsonierter Zivilbulle, quatscht Motorradbulle gewesen Oder du bleibst drin, habe ich gesagt.
00:41:06: Weißt du was?
00:41:07: Fuck you!
00:41:07: Ich bleibe drinnen und dann bin ich ein Jahr drin geblieben aus Bockigkeit
00:41:11: Aber du musstest doch zur Schule.
00:41:13: Zur Schule durfte ich und dann wieder zurück.
00:41:15: Ja Und...dann als ich rauskam
00:41:18: hast du keinen Sport gemacht in der Zeit.
00:41:21: Das ist eine gute Frage.
00:41:23: Ich glaube aber nicht weil.
00:41:26: Ich frage jetzt nur, ist das schon eine Zeit in der Online-Sophie stattfand?
00:41:30: Nein.
00:41:31: Was hast du gemacht, dass du gelesen ... Nee ich hab Videos geguckt und wir hatten so ein paar Kassetten unter anderem Rocky Horror Pictures Show.
00:41:38: Das habe ich mir in der Tat übersehen.
00:41:41: Da mag die Musik auch nicht mehr Und noch so ein Paar andere.
00:41:45: und das habe ich gemacht.
00:41:46: Ja und als ich rauskam Vielleicht war es auch nicht ganz ein Jahr, sondern halbis.
00:41:51: Es war aber ein Jahr ausgemacht, aber ich glaube sie hatte dann auch die Schnauze voll von mir.
00:41:55: Kam Nevermind raus!
00:41:57: Von Nirvana
00:41:59: Und du hast das richtig krachen lassen?
00:42:01: Bam!
00:42:01: Also dieses Lied... Das war wie eine Epiphanie für mich.
00:42:05: Das Video habe ich bei meiner Freundin Natalie geguckt und ich dachte Ich raste aus.
00:42:10: was ist das für ein geiles
00:42:11: Lebensgefühl?!
00:42:13: Dann ging's richtig ab.
00:42:15: Okay, was ging denn dann ab?
00:42:17: Denn altersmäßig müsste jetzt ungefähr dieses Alleinleben kommen für eine Weile.
00:42:21: Nein,
00:42:22: das war davor.
00:42:24: Da sind wir ... War ich da so sechzehn oder so?
00:42:28: Du hast ja sehr viel mehr Struktur in dein Leben gebracht als deine Mutter es jemals geschafft hätte.
00:42:33: Du hast vor der Schule gearbeitet und zwar ein Job, der ist nicht ganz ohne!
00:42:38: Also du, was hast du gemacht?
00:42:40: Ich war im Supermarkt.
00:42:41: Ich war für Tiefkühl und die frische Theke zuständig.
00:42:44: Ich konnte alle Preise auch zuwendig und musste die Thron aufhüllen und auspreisen.
00:42:50: Wir hatten so einen kleinen Frankier, so ein Töck-Töck, wer älter ist kennt das... Das habe
00:42:54: ich geliebt!
00:42:55: Und das hab' ich gemacht Dienstag, Donnerstag vor der Schule, Mittwoch nach der Schule.
00:43:00: Weil ich wusste, ich brauche Geld.
00:43:02: Wenn ich kein Geld habe wird dieses Leben scheiße
00:43:05: bleiben.".
00:43:06: Und darum habe ich geackert, wie eine Blöde.
00:43:08: Gab es jemanden der dir abgesehen von der Lehrerin damals irgendwie Halt gegeben hat?
00:43:15: eine Orientierung gegeben hat, in welche Richtung du wolltest.
00:43:18: Wolltest du jemandem was nachleben?
00:43:21: Wolltest du mit jemandem, wolltest du dich an jemanden dranhängen so dass du wusstest irgendwie so ich will irgendwas gestalten?
00:43:27: hattest du einen festen Plan wie dein Leben zukünftig aussehen würde?
00:43:31: ne
00:43:31: gar nicht.
00:43:31: Ich wusste.
00:43:32: also wenn man mich gefragt hat habe ich interessanterweise immer gesagt viel reich und berühmt werden.
00:43:36: naja gut
00:43:38: für mich war das so der Schlüssel daraus einfach aus diesem island raus.
00:43:43: Und ich wusste aber, wenn ich reich werden will muss ich arbeiten.
00:43:46: Das hilft ja nichts.
00:43:47: und das habe ich gemacht.
00:43:49: Und die Schule mein Gott!
00:43:51: Ich hatte den Bomben kurzzeitgedächtnis.
00:43:53: Ich hab immer alles abgeschrieben und dann konnte ich das recitieren in Klausur oder ... Ja?
00:43:58: Ich wusste wer sich am Anfang der Stunde meldet.
00:44:01: Der wird nicht mehr rankommen.
00:44:02: also es gibt da so Tricks durchzukommen.
00:44:05: Und das habe mich gemacht.
00:44:06: Ich habe das einfach durchgezogen.
00:44:08: Da habe ich ein wahnsinns Lebenswillen gehabt in der Richtung.
00:44:13: Die Unabhängigkeit würde mein Segen sein.
00:44:17: Das ist bis heute so und Unabhänglichkeit ist der größte Segen, aber es ist natürlich auch manchmal ein Fluch wenn's unsicher wird, wenns wackelig wird.
00:44:26: Diese Selbstständigkeit hat was tolles.
00:44:32: Aber es gibt mir immer wieder Saft in die Maschine.
00:44:39: Wie ging es weiter?
00:44:39: Also du hast dein Abitur gemacht.
00:44:41: Du bist dann, ich glaube nach Los Angeles gegangen.
00:44:44: Genau mit meinem Freund Andreas Pützer und dann wollte ich da... Ich dachte, ich werde Schauspielerin.
00:44:53: Hat dir das irgendjemand gesagt?
00:44:54: oder gehört ihr, dass so diesem rich
00:44:55: and famous... Das gehört dir zu
00:44:56: dem...
00:44:57: genau!
00:44:58: Ich dachte das ist das sinnvollste.
00:45:01: Ich habe aber gar kein Talent, hab es auch gar nicht versucht.
00:45:03: Weiß aber dass ich keinen Talent habe weil ich dann als ich irgendwann in Berlin war ein Jahr später Habe ich die Aufnahmeprüfung an der damals noch HDK heute UDK gemacht mit Hilfe von haltetdurchfest Oliver Masucci.
00:45:17: Ach guck ja und Oliver Masucchi kam natürlich auch aus Bonn Und ich hatte ihn gesehen am Ernst Moritz Arndt Gymnasium In der Aufführung von der drei Groschenoper Die mich so fasziniert hat das ich glaube ich fast jede Also jede Show gesehen habe, jeder Aufführung.
00:45:33: Und er war der Hakenfinger Jakob und noch irgendwer... ...und das war.
00:45:38: ich glaube nicht dass es jemand toppen kann so wie die das damals gemacht haben.
00:45:41: Das hatte so eine Wucht- und Extraklasse.
00:45:46: da waren richtig hoch begabte Darsteller dabei und Darstellerin und denen hab' ich angesprochen hab gesagt Olli Altes Haus, bitte hilf mir.
00:45:59: Aber ... nee, das war nicht meins!
00:46:02: Okay...
00:46:03: Und dann war es eben das Schreiben was uns wiederum nach London bringt?
00:46:07: Guck da wollten wir hin genau.
00:46:09: Wir können jetzt vielleicht erst mal die nächsten Song spielen um dann endlich dieses London-Feeling abzuhaken.
00:46:15: Was auch immer da passiert ist Liz heißt der nächste Song Von wem und warum?
00:46:20: Remy Wolf.
00:46:21: Also Ich habe so ein Herz für Leute, die es versuchen irgendwie.
00:46:28: Und ich hatte bei ihr – ich weiß überhaupt nichts über die Sängerin – bin auf dieses Lied gestoßen und hatte sofort das Gefühl hier ist eine kleine Independent-Künstlerin und die will es wirklich!
00:46:39: Die will es absolut und ich muss sie unterstützen.
00:46:41: und dann hab' ich mich in dieses Liet reingehört und da geht es um meine Frau... ...ich meine dass sie prostituierte is'.
00:46:48: und irgendwie ein beschissenes Leben hat, aber trotzdem den Ausblick nicht verliert.
00:46:56: Und ich finde das einfach ganz, ganz toll!
00:46:58: Ganz tolles Lied.
00:47:24: Diese Frau von der wir jetzt gerade gehört haben
00:47:27: ...
00:47:27: Du hast vorhin gesagt, dass du magst, dass sie den Ausblick nicht verlieren.
00:47:30: Also damit meinst du wahrscheinlich in ihrem Fall eine Perspektive oder ein Optimismus, oder eine Hoffnung darauf dass es mal besser wird.
00:47:37: Dass es anders wird, dass man das selbst in die Hand nehmen kann.
00:47:41: Genau Bist du Optimistin?
00:47:43: Ja Also ich bin manchmal... Ich bin ja auch sagen wir größtenteils alleinerziehend oder allein verantwortlich.
00:47:50: vor allen Dingen
00:47:51: Du hast zwei fast erwachsene Söhne was man gar nicht glauben kann.
00:47:54: also du hast dich nicht wirklich verändert Das kann ich sagen.
00:47:57: Wir kennen uns seit twenty-fünf Jahren.
00:47:59: Wir kennen uns nicht gut aber wir kennen uns lange Kaum verändert.
00:48:03: Ich hab ... aber abgesehen davon seh ich noch aus wie früher, das stimmt ja.
00:48:10: Und die Söhne, da hab ich so ein bisschen ... Da hat mir das Schicksal ein paar Kärtchen hingeschoben, weil sich irgendjemand dachte, weißt du was?
00:48:19: Du bist doch nicht belastet genug!
00:48:21: Wir geben dir noch was drauf.
00:48:23: Der eine hatten Aspergerautismus und der andere Morbuskronen sind natürlich beides völlig liebbare extra ... Und das ist halt einfach die Dinge verkompliziert.
00:48:52: Der Kindsvater ist völlig ausgestiegen und ich will natürlich, dass die Jungs ein mega glückliches schönes Leben haben.
00:49:02: Ich fühle mich dafür so verantwortlich und ich muss jetzt wirklich lernen, die Verantwortung für deren ... Ja.
00:49:09: Die Verantwortung abzugeben.
00:49:11: Punkt!
00:49:11: An sie selbst?
00:49:12: An
00:49:12: Sie selbst genau.
00:49:15: Und ich bin jetzt, hab jetzt auch angefangen in den Urlaub zu fahren mit meinem Partner.
00:49:19: Die passen auf die Hunde auf...
00:49:21: Jungs?!
00:49:21: Ich versuche nicht immer anzurufen um zu fragen ob sie mit den Hunden draußen waren aber ich habe halt auch schon mal gehört, oh vergessen.
00:49:30: und da denke ich nie.
00:49:32: Diese Hunde sind Mitglieder der Familie, die werden vernünftig behandelt.
00:49:37: Das ist eine interessante Antwort auf die Frage ob du Optimistin bist?
00:49:41: Denn das klingt auch nach einem Zweck Optimismus!
00:49:45: Ja also ich bin selber befreit von Verpflichtungen, bin sehr optimistisch aber... Ich frage mich manchmal, ob ich so super geeignet dafür bin.
00:50:00: So viel Verantwortung für andere Kinder zu tragen, die eigentlich auch eine gute Vaterfigur haben müssten.
00:50:07: und das wo ich mir tatsächlich so ein bisschen in den Arsch kneife ist dass ich damals noch nicht genug Therapie gemacht hatte um jemanden auszuwählen.
00:50:18: Als Vater?
00:50:18: Als Vater der es mittetragen kann.
00:50:21: Da habe ich wirklich eine absolut falsche Wahl getroffen.
00:50:24: aber glaubst du denn wirklich dass Frauen so vorgehen wenn sie davor sind sich schwingern zu lassen oder überhaupt eine Familie?
00:50:33: Heute gehe ich so vor.
00:50:36: Und natürlich wäre es einfacher, hätte ich damals ein Gefühl dafür gehabt.
00:50:39: und ich glaube Menschen die so relativ unverwundet durch die Welt gehen gute Beziehungsvorbilder hatten, die treffen klügere Wahlen als solche, die das eben nicht können.
00:50:50: Was du ja auch als Beziehungskochsch weißt von dir selbst aber auch massig von anderen dann wahrscheinlich Was diese fiesen Hormone so anrichten, dass wir voller Adrenalin und Endorphine und Dopamin sind.
00:51:06: Und Serotonin was wir wie toll wir Partner und Partnerinnen finden und wie verblendet wir sind oft auch wie lange wir verblended sind Wir Chemie fabriken und dann ja und dann ist so eine Entscheidung eben nicht qua Vernunft und Intelligenz getroffen worden sondern
00:51:25: per Leidenschaft.
00:51:27: Das ist ja wahrscheinlich in den meisten Fällen so, oder?
00:51:30: Ich ahne es.
00:51:33: Aber Schwanger sein zum Beispiel, das könnte ich als Hauptjob machen.
00:51:35: Das fand ich so sensationell!
00:51:37: Du, ich will dich jetzt nicht, aber... ...ich
00:51:39: brüte für euch alle aus.
00:51:40: Aber ihr übernimmt, ich bin halt auch gar nicht konsequent.
00:51:43: Das ist das Problem.
00:51:44: Ich habe ja für die Schule ganz alleine gelernt.
00:51:47: Logisch weil ich wusste da geht's hin, aber die kleinen Prinzen zu Hause, die müssen das natürlich nicht.
00:51:53: Weil?
00:51:54: Ja, weil macht ihnen das Leben zu leicht.
00:51:57: Das ist aber ja gut, dass du das so selbstkritisch sagst weil natürlich sind die Jungs von heute und die jungen Männer auch die Resultate ihrer mütterlichen Erziehung oft also diese.
00:52:11: ich benutze nicht das Wort Pasha Aber das sind schon oft auch Prinzen kleine Prinzen denen der Arsch hinterher getragen wird
00:52:18: Gott sei Dank nur mir gegenüber Weil wenn sie Freundinnen haben
00:52:25: Wirklich?
00:52:25: Das hat
00:52:25: sie alles gemacht.
00:52:27: Auch wenn die bei meiner Halbschwester sind, da wird geputzt und so weiter... Also was Sie wirklich immer machen ist mir die Einkäufe reintragen!
00:52:36: Da musste ich auch nie etwas sagen.
00:52:37: Ja das heißt dir die Einkkäufer eintragen dass es genau
00:52:41: diese Fakten in
00:52:43: dieser Punkt ist, dass du mir hilfst deinen Scheiß weg zu saugen.
00:52:47: Absolut richtig Formulierungsfehler, aber ja unsere Einkäufe rein tragen.
00:52:52: Also weil ich sehe nicht einen dass ich mich da abbuckeln die sind zwei Meter groß die können den Scheiß tragen.
00:52:56: Das ist echt toll von dir!
00:52:58: Ich möchte noch mal hervorheben Paula Lambert ist eine hervorragende Beziehungscoach.
00:53:05: Wir reden hier nicht über Erzium-Coach Ja das steht auf einem anderen Blatt nutlicherweise
00:53:11: Aber du weißt ja wie es ist der Schuhstar hat die schlechtesten Schuhe.
00:53:14: also ich kann top Überbeziehung coachen Aber Erzion, also kann ich auch natürlich... Ich weiß wie es in der Theorie geht.
00:53:23: Bloß die Praxis ist.
00:53:25: Weil mein junger Sohn hat Grüppchen und wenn er dann kommt er an und schmeißt diese Grüppchen rein, dann denke ich ja nehmach was du willst.
00:53:33: Wie niedlich!
00:53:34: Glaubst
00:53:34: Du das mit einer Tochter weniger nach?
00:53:39: Ich wäre mit ihr wahrscheinlich strenger.
00:53:41: Wahrscheinlich, oder?
00:53:42: Ja genau und darum bin ich auch ganz froh dass ich keine Tochter bekommen habe weil ich könnte mir vorstellen das diese Mutterkonflikte die ich noch so in mehr trug vor allen Dingen damals so roh dass die möglicherweise da irgendwie Blöderer Art zum Tragen gekommen werden.
00:54:00: Darauf habe
00:54:00: ich gar nicht angespielt, das wäre wahrscheinlich so gewesen.
00:54:03: Ich hab jetzt einfach nur mal das ganz klassische Modell genommen, dass Mütter dann von sich auf ihre Töchter schließen und sagen also in deinem Alter habe ich aber schon so das kannst du jetzt mal schön selbst machen.
00:54:13: Ah komm mal her mein Junge!
00:54:15: Was haben wir denn da?
00:54:17: Das ist immer wieder der... Ja
00:54:19: es ist ja wirklich ein Dilemma.
00:54:20: Also wenn ich's nochmal machen könnte Wäre ich strenger.
00:54:25: Wir gucken mich mal an.
00:54:27: Na klar, wir müssen noch über London sprechen?
00:54:29: Ja, London!
00:54:30: Was
00:54:30: war denn London jetzt?
00:54:31: Wann ging das los?
00:54:32: Äh, nineteenhundert... Also wie alt warst du?
00:54:36: Dreiundzwanzig.
00:54:37: Ähm, siebenneunzig bin ich zum Springer-Auslandsdienst.
00:54:40: Das klingt wie die CIA ist aber im Wesentlichen war unsere Tätigkeit oder Bestand unserer Tätigkeiten darin, Die Sun zu lesen oder Daily Mirror oder sowas und dann irgendwie Geschichten nach Berlin zu tickern, die man dann halt in der Bild oder so verwursten konnte.
00:55:00: Und ich war bei der BZ – das ist eine Berliner Kante alle!
00:55:07: Nein,
00:55:07: Menschen die nicht in Berlin leben schon mal gar nicht.
00:55:11: Wurde auch so ein bisschen geframed als die größte Zeitung Angeber?
00:55:14: Damals
00:55:15: war das so!
00:55:15: Ja
00:55:15: weil das Format...
00:55:16: Nee damals hatten wir aber auch noch richtig viele Leser.
00:55:19: es waren nicht die größten, sondern die größste Boulevard-Zeitung.
00:55:22: Wir hatten damals mehr Leser in Berlin als die.
00:55:24: Bild muss man sich mal reinziehen.
00:55:27: Das war aber auch wirklich die goldene Zeit des Journalismus.
00:55:30: Jedenfalls, die haben mich netterweise nach England geschickt.
00:55:33: das war der Premium Job während des Volontariats.
00:55:36: es haben nur ganz wenige machen dürfen und man bekam das Geld hinterhergeschmissen Tagegeld Reisegeld Auslandsgeld was weiß ich.
00:55:43: Und Ich habe direkt eine Rubrik geschrieben bei der BZ und habe also wirklich gefeiert und ... das Sonn gelesen, und das war's.
00:55:53: Und das hab ich zwei Monate gemacht.
00:55:54: Das war gigantomatisch!
00:55:56: Hingen die ganze Zeit in Jazzclubs rum, mein, unser Fotograf, der da im Büro war und auch nichts zu tun hatte.
00:56:03: Der war Mitglied in so Members Only Club wie heute das Soul House aber das kennt man gar nicht.
00:56:08: Wir waren im Black Room, das war eines, und dann, ähm, wie ist denn das andere?
00:56:13: Es war von Francis Bacon gegründet worden.
00:56:16: Also richtig so intellektuellen Schuppen mit Jazzmusik und Gesprächen.
00:56:21: Und toll!
00:56:23: Also ich finde man hört den Satz, wir hingen die ganze Zeit in Jazzclubs rum eh viel zu selten.
00:56:28: Ich möchte den einmal am Tag hören von egal wem?
00:56:31: Ja das war also... ich weiß nicht ob es viele Jazz-Leap haben
00:56:35: oder so.
00:56:35: Ist doch scheiße, ich mach's jetzt aber nicht.
00:56:37: Aber ich will die Jungsatz hören, ich will dass Leute sagen Mann....
00:56:40: Ich möchte nur noch mal dieses Lebensgefühl da vermitteln ja du gehst rein Für dich live Musik, die wunderschön ist.
00:56:49: Super emotional und du fühlst sich sofort mit dem großen Ganzen verbunden.
00:56:55: so geht es mir in Jazz Clubs.
00:56:57: ich liebe das.
00:56:59: Ja ja
00:57:00: Mit einem kleinen Cocktail in der Hand und man denkt so ...dance jetzt so ein bisschen vor mich hin und wir knutschen, und wir vögeln.
00:57:08: Und wir machen einfach
00:57:10: alles... Was?
00:57:11: Wir sind doch jetzt... also, Beruf wo sind wir denn jetzt hier abgebogen?
00:57:14: Das war meine London-Zeit!
00:57:17: PJ Harvey, hören wir jetzt.
00:57:19: This is love.
00:57:21: Warum?
00:57:22: Der Song kam raus im Jahr, wo ich gekündigt habe, meine Sicherheit quasi aufgegeben hab.
00:57:28: Beim Axel Springer-Verlag?
00:57:29: Genau Und der kam ein paar Monate nach der Kündigung raus, aber ich fand PJHW einfach immer so eine tolle Musikerin und sie hatte so ne Aggression, ne Gute in allem was sie tat.
00:57:45: Dieses Lied hat es mir damals irgendwie angetan.
00:57:58: So hast du gerade von einer... guten Aggressionen gesprochen.
00:58:08: Das finde ich interessant, weil das ist ja auch so ein bisschen... es gab dieses Female Rage seit einiger Zeit als Begriff durch die Welt und Aggressivität oder Aggression ist nun wirklich nicht das was man Frauen in erster zweite oder dritter Linie zuschreibt.
00:58:25: Du hast von einer guten Aggression gesprochen.
00:58:26: Hat sich da was verändert?
00:58:28: Wir können ja auch damit inhaltlich den Bogen schlagen zu dem, was du an deinem Podcast Paula lieben lernen somit bekommst aber was du auch in deinem Bühnenprogramm kommuniziert.
00:58:42: also ich glaube jede oder viele von uns Frauen fühlen diese female rage gerade Oder ich zumindest viele die ich kenne.
00:58:54: Das ist eine Enttäuschung, die ganz mehrspurig läuft finde ich.
00:58:59: Es ist ein Enttäuschung über einen selbst, dass man diese Ungerechtigkeit so viele Jahrzehnte mitgemacht hat.
00:59:06: Eine Enttauschung darüber das die Männer sich nicht ... Ich generalisiere ja!
00:59:13: So weiter entwickeln wollen, dass ein Sein auf Augenhöhe irgendwie möglich ist Gibt natürlich welche, aber nicht alle.
00:59:22: Und es ist auch ein Aufschrei gegen diese rein juristische Ungerechtigkeit die Frauen wieder und wieder fährt und die Lebensbeschränkung, die wir erfahren.
00:59:36: Gleichzeitig stelle ich fest in letzter Zeit wahrscheinlich müssen wir unser Rage-Level Ja, einerseits ist es natürlich noch überhaupt nicht hoch genug.
00:59:49: Andererseits führt es zu so einer Bockigkeit
00:59:54: bei den Männern
00:59:55: und die ausgestreckten Hände werden gar nicht mehr angenommen sondern es gibt so wir gegen die Und das führt leider zu nichts Gute.
01:00:04: also ich wünsche mir wieder mehr.
01:00:07: Ich schimpfe natürlich auch manchmal sehr über die Zustände usw.
01:00:12: Aber ich glaube langfristig müssen wir schon Ja, uns einfach die Hände reichen.
01:00:18: Da will ich aber auch Willen sehen von generalisiert wieder den Männern, die sagen hey alleine das was so in Kommentarspalten abgeht wir sehen das Problem und wir verpflichten uns wirklich unseren Jungs da draußen zu sagen ey so geht's einfach nicht.
01:00:36: ja weil es gibt ja auch keinen Gesetz dass vorschreibt Männer sind besser als Frauen Genauso wie es andersrum nicht ist, sondern uns gehört eben so wie den Tieren und dem Pflanzen dieser Planet gemeinsam.
01:00:50: Und diese Zerstörungswut die sich breit macht, die finde ich absolut bedenklich.
01:00:56: Das liebste wäre mir wir würden diese ganze KI Scheiße abschalten alle zu Tisch bitten und wer Krieg führen will, der muss in einen kleinen Raum gehen.
01:01:04: Jeder schickt seinen stärksten Mann und seine stärkste Frau und dann sollen die sich da gegenseitig an die Fresse hauen sowie Alpakas, die sich so lange anspucken bis einer sagt na gut ja und was machen wir jetzt?
01:01:17: Ich finde diese Degenerationen, die so zu spüren ist das macht mich ganz verzweifelt.
01:01:22: Absolut!
01:01:22: Und ich weiß auch nicht so richtig wo die Übersetzungssoftware herkommen soll um diese Fronten wieder so ein bisschen zu entschärfen.
01:01:31: Denn wie du sagst, ich hab jetzt auch wirklich... Ich bin ganz froh darüber dass es da so Bewegung gibt und das ist.. Ich bin auch sehr froh über diese Female Rage.
01:01:39: Mir ist schon klar Quarintellekt, dass das nichts sein wird woraufhin die andere Seite sagen wird achso!
01:01:45: Jetzt regt ihr euch auf, jetzt seid ihr richtig sauer, jetzt habt ihr richtig aggressiv.
01:01:49: Ah verstehe, da ist wohl was blöd gelaufen.
01:01:52: Okay kommt hier so?
01:01:54: Nee, wie du sagt, Bockig ist ein gutes Wort oder vielleicht auch nee So schon mal gar nicht.
01:02:00: Das macht euch hässlich, so.
01:02:02: Deshalb habe ich zum Beispiel früher, das ist meine Generation Frauen die sich aufregen, Frauen, die aggressiv sind, Frauen die sauer sind und sich beschweren.
01:02:10: Das ist aber nicht besonders attraktiv für Männer.
01:02:13: Das solltest du nur wissen.
01:02:14: Es ist ja auch eine Sache, die wir alle irgendwie ein bisschen eingeimpft bekommen haben.
01:02:18: Und deswegen haben wir Wege gefunden oder Diplomatie oder was auch immer.
01:02:23: Wie du aber richtig attestierst, es ist wie sein festgefahrener Reifen.
01:02:26: Wie geht's denn jetzt weiter?
01:02:28: Also, wir müssen uns schon aufeinander zu bewegen.
01:02:31: Anders geht es nicht.
01:02:31: Das kann auch nicht sein... Sorry!
01:02:34: Ich generalisiere jetzt und dann können wir aus dem Thema raus.
01:02:37: aber das ist wieder.
01:02:37: die Frauen sind, die sich auf die Männer zu bewegten?
01:02:39: Ja, gibt ja
01:02:40: hundert Prozent.
01:02:42: Darf ich fragen weil du ja mit deinen Söhnen, glaube ich ein ziemlich gutes Verhältnis hast.
01:02:46: Wenn dir das zu persönlich ist dann musst du das natürlich überhaupt gar nicht beantworten.
01:02:51: aber sprichst du mit denen darüber?
01:02:52: Hast du das Gefühl dass die sind ja nun genau in diesem Alter mit achtzehn und einen zwanzig glaub ich ne?
01:02:57: Neunzehntundzwanzig
01:02:58: inzwischen.
01:02:59: Okay!
01:03:00: Die auch sehr... Viel Zeit im Netz verbringen, die von dieser Menosphere sicherlich was mitbekommen haben.
01:03:07: Die kein klassisches männliches Rollenvorbild haben wir ja schon gesagt hast.
01:03:13: Wie schätzt du das ein?
01:03:14: Was macht ihr da kummer und was beruhigt dich?
01:03:16: Also dadurch dass wir sehr viel reden sind die beide sehr wach also die wissen ganz genau was passiert.
01:03:25: Wir reden viel darüber wie problematisch es ist zwischen Männern und Frauen.
01:03:30: die kriegen natürlich auch mit, wie schwierig es ist Beziehung zu knüpfen buchstäblich inzwischen.
01:03:38: Weil ... Also mein älterer Sohn findet das Männer sehr vorverurteilt werden aus seiner Sicht.
01:03:45: Der hat aber interessanterweise auch eine sehr konservative Sicht auf die Dinge während man jüngerer Sohn extrem progressiv isst.
01:03:54: und das ist ganz ökig weil die beide sind sowieso unterschiedliche Typen unterschiedliche Blickwinkel auf die Dinge.
01:04:04: Also mein jüngerer Sohn trägt Schmuck und ist so super für Frauenrechte unterwegs, der ältere ist eher verunsichert von dem was wie es so ist.
01:04:17: aber
01:04:17: weiß er dass er verunsichert ist?
01:04:20: Das würde er dieses Wort auch benutzen.
01:04:22: oder wäre er abgetönt genervt?
01:04:27: Es kommt darauf an wie man ihn erwischt.
01:04:29: manchmal Also sagt er, dass er unsicher ist.
01:04:32: Weil er nicht weiß wie er sich verhalten soll in dieser Welt.
01:04:35: Der hat aber eh noch die Erschwernis, dass der den Asperger Autismus hat oder auf dem Autismus-Spektrum, das sagt man ja heute und an manchen Tagen wünscht er sich einfach ganz klare Regeln für den Umgang.
01:04:49: Aber die gab es doch
01:04:50: nie!
01:04:51: Genau, sag ich ihm dann auch.
01:04:52: Das
01:04:52: ist also diese Verunsicherung... Auch gerade was.
01:04:55: Es
01:04:55: ist eine Illusion.
01:04:56: Ja genau.
01:04:58: Und darum Sag ich immer, du musst es machen wie wir alle.
01:05:02: Du musst Learning by Doing machen ist nichts.
01:05:05: Also du kannst ja auch... Es ist viel verletzungsängstlicher als der Jüngere aber du kannst das Leben ja nicht im Schutzraum verbringen.
01:05:14: Das geht nicht
01:05:15: und das ist ja irgendwie auch schon wieder.
01:05:17: während du es jetzt erzählst hat es mich auch schon ein bisschen beruhigt obwohl ich unter dem Strich gar nicht weiß ob das was bringt.
01:05:24: Das ist ja gerade diese schwierige Zeit, durch die wir in allen Generationen gegangen sind.
01:05:29: Diese Unsicherheit wenn du dich verknallst Du bist sowieso grade erst In der Werdung.
01:05:37: Wer bin ich?
01:05:39: Was bin ich?
01:05:40: was mag Ich wer mag mich was mag ich an mir?
01:05:43: und dann verändert man sich gleich wieder Wenn man eine Antwort hat und so weiter.
01:05:46: Und dann ist da jemand den man gut findet anhimmelt für dem man schwärmt Den man vielleicht geküsst hat der am nächsten Tag plötzlich jemand anderes kürst und diese Unsicherheit, die da ist, die immer schon da war.
01:05:57: Aber die haben es ja viel einfacher als wir.
01:05:59: Die werden nie den Horror kennen wenn du jemandem aus Versehen auf einem Anruf beantworten sprichst irgendwas kitschiges und das nicht mehr löschen kannst.
01:06:07: Also
01:06:08: entschuldige bitte!
01:06:08: Das ist in der Situation wo man's erlebt.
01:06:11: ich weiß du hast es erlebt Ich habe es ähnlich erlebt Der totale Horror.
01:06:15: Aber ich glaube, das wiegt nichts gegen ... Guck mal, wie mutig wir auch sein mussten!
01:06:22: Wir mussten ans Telefon gehen ohne zu wissen wer dran ist?
01:06:25: Ist das Eichhörnchen grad wieder da?
01:06:26: Nee, ne Maus.
01:06:27: Ne Maus hier
01:06:28: oben?!
01:06:29: Da um den Blumentopf mit dem E-Fall.
01:06:32: Nein!
01:06:35: Nein die arme Maus... Ist
01:06:37: sie weg?
01:06:38: Ja, ich hab dich jetzt wieder runtergegangen glaub' ich.
01:06:40: Eine Maus!
01:06:43: Fräulein!
01:06:45: Da ist sie.
01:06:46: Siehst du sie?
01:06:48: Ja!
01:06:48: Ah ja, da ist sie hier zwischen den Töpfen.
01:06:50: Das gibt's nicht.
01:06:51: Also ehrlich... Was haben wir besprochen?
01:06:55: Die Söhne erlebt genau, wir mussten auch lernen wie es ist wenn das Telefon klingelt und man gar nicht wusste ist dass die Person auf die man wartet, die der anruft oder wer ruft dann gerade an?
01:07:03: also ich glaube dass wir unterschiedliche Skills ausgebildet haben.
01:07:07: Ich glaub aber auch im Zuge der Digitalisierung und der sozialen Medien, also ich möchte nicht tauschen.
01:07:13: Ich glaube nicht dass wir es leichter hatten im Gegenteil.
01:07:17: Also die sozialen Medien sind Horror absolut.
01:07:20: aber was ihnen halt verwehrt bleibt dadurch leider ist die direkte Konfrontation mit Menschen.
01:07:27: Genau!
01:07:28: Die müssen sich nicht mehr Auge in Auge auseinandersetzen und das ist glaube ich ein Skill.
01:07:32: wenn der verloren geht dann wird's sehr sehr problematisch.
01:07:35: Absolut ist ja nun mal so, dass es gab so eine Umfrage von einer Partnerschafts-App.
01:07:41: Jetzt gerade das Wichtigste zu drei Ninzig Prozent ist glaube ich auf Platz eins immer noch Ehrlichkeit beim Kennenlernen gegenseitig und das finde ich rührend und ein bisschen irritierend.
01:07:55: denn wie man sich gegenseITich präsentiert durch Filter, durch langes Rumeiern bevor man sich dann wirklich mal auch trifft und sich gegenüber sitzt.
01:08:07: Und feststellt, meine Nasenspitze ist erstens nicht so spitz und zweitens glänzt sie nicht die ganze Zeit weiß?
01:08:12: Und meine Lippen sind auch nur halb so dick wie auf den Fotos
01:08:15: usw.,
01:08:16: damit geht ja auch eine gewisse... dieser Reality-Check, dem geht hier auch ne Verunsicherung sicherlich
01:08:21: raus.
01:08:21: Also ich will überhaupt nicht sagen dass soziale Medien nicht der absolute Albtraum sind für jeden, der gerade seine Persönlichkeit ausbildet.
01:08:30: aber Dadurch, dass ihnen die Direktkonfrontation erspart bleibt.
01:08:35: Weil sie können sich WhatsApp schreiben und so weiter... diesen Horror meine ich!
01:08:39: Dass wir jemanden anriefen und dann erstmal mit den Eltern reden mussten um dann zu fragen ist denn die Alexandra auch da?
01:08:49: So ist das Leben dafür.
01:08:50: ja ich finde es ganz gut.
01:08:52: also wirklich gut sag mal weißt du ob Alexandra da ist?
01:08:58: Wir rufen sie mal an.
01:08:59: Alexandra ist Tierärztin geworden, interessant.
01:09:01: Ist das eine Freundin von dir gewesen?
01:09:03: Ja damals ja und die kümmert sich speziell um so kleine Nagetiere ein bisschen größer als dass ich weiß.
01:09:11: es ist kleiner als chinchilla.
01:09:12: Ich weiß nicht mehr wie die hießen habe mich noch nie vorher gehört
01:09:16: Aber Obama Shakespeare hast du mitgebracht gimme all your love warum?
01:09:20: Ich hatte zwölf Jahre lang eine emotional sehr schwierige Beziehung Eine Lernbeziehung, in der wir beide unsere Trigger, Ängste und so weiter jedes Mal gebürstet haben ordentlich.
01:09:32: Und da gab es große Phasen der Trauer und des Liebeskommers.
01:09:36: Das bezog sich gar nicht sehr auf meinen damaligen Partner sondern eher ... Es war ein Erkenntnissschmerz, weißt du?
01:09:43: Als ich mehr und mehr begriffen habe, fuck!
01:09:46: Das sind richtige Themen.
01:09:48: Die muss ich alle weg schaffen.
01:09:51: Da kam dieses Lied wie gerufen.
01:10:20: Hörbaratradioeins.de, das ist unsere E-Mail Adresse.
01:10:25: Schreiben Sie uns gerne wenn sie einfach sagen wollen Mensch hey Leute wie schön es ist dass es euch schon so lange gibt und ich höre das immer und das macht mir Freude!
01:10:35: Sie können diese Radiosendung immer hören Sonntag zwischen vierzehnundsechzehn Uhr natürlich auch als Podcast über Sounds oder über andere Podcast Plattformen und Sie können die Hörberust abonnieren.
01:10:50: Mir gegenüber sitzt heute Paula Lambert.
01:10:52: Sie ist Bestseller-Autorin, Moderatorin Coach und aber auch Entertainerin denn das ist ja ich meine auf einer Bühne.
01:11:03: Du hast ein Tourprogramm.
01:11:04: Das ist auch nicht jetzt ganz neu sondern es läuft auch schon bisschen.
01:11:08: Es ist auch glaube ich deine dritte Tour.
01:11:10: sie heißt finde dich gut sonst findet dich keiner Und sie läuft noch bis April nächsten Jahres.
01:11:16: Ja
01:11:17: Was erwartet mich dort?
01:11:20: Wir haben uns überlegt, oder vielmehr ich in Absprache mit dem Tourmanagement was ich euch zeigen könnte.
01:11:29: Was hilfreich ist aber auch lustig und da bin ich relativ schnell darauf gekommen dass das Lustigste wahrscheinlich ist meine Liebesgeschichte mit all den Fehlern Und was ich draus gelernt habe.
01:11:43: Du hast es gerade vom Singular, aber du meinst die Liebesgeschichtenen oder?
01:11:47: Liebes-Geschichtenen!
01:11:48: Ja
01:11:48: da gab's bestimmt einige...
01:11:50: Aber ich hab mich in größeren Phasen durch die Tourprogramm bewegt weil ich kann jetzt nicht jeden einzelnen Mann aufzählen den ich von dem ich mal geglaubt habe dass er derjenige welche wäre.
01:12:06: Da kommen wir nicht zum Ende.
01:12:08: Ich hab mich auf drei große Blöcke konzentriert Und natürlich erkläre ich auch wie die Erkenntnis kam, dass ich um mich selber gut zu finden gar keinen Mann brauche.
01:12:19: Also ich habe zwar einen aber der ist da weil ich ihn will nicht weil ich ihm brauche.
01:12:25: Die letzten drei Beziehungen die ich geführt hab, drei sehr unterschiedliche Männer und das liegt schon ein bisschen zurück.
01:12:29: Weil ich einfach nicht der Beziehungstyp bin.
01:12:31: Aber sie alle haben einen Satz zu mir gesagt in ganz unterschiedlichen Zusammenhängen Du brauchst mich doch gar nicht Und das ist das, was ihnen nicht gefallen hat.
01:12:41: Das ist aber das womit ich nicht dienen konnte.
01:12:43: Wo ich dachte, das ist doch viel besser wenn ich dich nicht brauche sondern will!
01:12:47: Aber es sagt ja auch etwas über die Männer aus nämlich dass sie sich selber darüber definieren gebraucht zu werden und das ist ja schade für die.
01:12:55: auch
01:12:56: gut.
01:12:56: aber was kann ich denn dann an mir selbst herum doktern wenn das Problem dann möglicherweise doch auf der anderen Seite liegt?
01:13:02: Ich bin ja auch nicht die Therapeutin meines Partners.
01:13:04: Nee genau Du erhältst die Augen und vor allem das Herz offen nach jemandem, der emotional so weit ist.
01:13:11: Dass er genug Selbstverständnis hat um zu verstehen dass er nicht gebraucht werden muss um eine Existenzberechtigung in dieser Beziehung zu haben.
01:13:20: Und das wäre dann tatsächlich eine Beziehungen auf Augenhöhe weil sonst ganz viele Beziehungs sind ja ein Deal was auch okay ist solange sich alle damit wohlfühlen.
01:13:30: aber ich kann doch jemanden nachher zum Vorwurf machen, was die Person mir eigentlich schon die ganze Zeit gezeigt hat.
01:13:37: Das stimmt!
01:13:38: Ja und das Problem der unabhängigen Frau ist natürlich dass sie bei Männern, die noch nicht so weit gewachsen sind ein Gefühl des Mangels hervorruft indem sie ihm nämlich vermittelt Das Einzige, was du zu bieten hast – nämlich dass du der Versorger bist oder was weiß ich?
01:13:57: Wie die sich jeweils definieren.
01:13:59: Das brauche ich nicht und darum ergo bist du nutzlos!
01:14:03: Und das ist doch schrecklich traurig für die Menschen, die so empfinden.
01:14:08: Aber das bedeutet ja nicht und jeder von uns sollte beständig an sich oder in sich schauen, ob man sich gut verhält.
01:14:17: Wo sich die Muster zeigen
01:14:18: usw.,
01:14:19: egal welcher abgeschwächten Form.
01:14:22: aber das bedeutet nicht dass man sich selber total umbauen muss nur um sich für jemanden passend zu machen der die eigene Bedürftigkeit noch gar nicht im Griff hat oder den eigenen Mangel.
01:14:35: Du hast gerade gesagt, Beziehungen sind oft auch ein Deal.
01:14:37: Und solange das beiden Seiten klar ist und beide Seiten ungefähr die eine ähnliche Summe einzahlen, ist es auch okay?
01:14:48: Ich frage mich manchmal, warum es so wichtig ist.
01:14:50: Also warum Menschen ihre eigenes Wohl – Männer wie Frauen oder all in between alle Personen – dieses ... In der Beziehung leben häufig über ihr eigenes Wohlstellen.
01:15:06: Weil viele Beziehungen oder viele Muster, man ist noch nicht so weit und verfällt dann immer wieder in dieselben Situationen.
01:15:14: Und am Strich geht es einem gar nicht so gut.
01:15:16: Warum tun Menschen das doch?
01:15:17: Weil sie nicht allein sein wollen!
01:15:20: Erstens, zweitens glaube ich müssen wir uns sowieso von dem Glauben lösen dass es die perfekte Beziehung gibt.
01:15:26: Also wenn du mit anderen Menschen zu tun hast egal in welcher Konstellation, Partnerschaft, Freundschaft, Arbeitsverhältnis wird es Konflikte geben und John Gottman der berühmte beziehungsforscher hat gesagt neunundsechzig Prozent aller Beziehungskonflikte sind auch nicht lösbar weil man einfach zwei unterschiedliche Menschen ist.
01:15:47: Darum muss man sich auf etwas einigen, was sinnhaft ist.
01:15:51: Find ich.
01:15:52: Ja?
01:15:53: Ein gemeinsames Ziel, ein gemeinsames Wohlgefühl
01:15:55: ... Was könnte denn gemeinsames Ziel sein?
01:15:58: Ein schön gestaltetes Leben könnte ein gemeinsales Ziel sein zum Beispiel.
01:16:03: Das
01:16:03: ist ja schon sehr offen!
01:16:04: Also da kann man jetzt sehr spezifisch werden.
01:16:07: Aber
01:16:07: im Alter, so in meinem Alter hätte ich das schon ganz genauer Vorstellung
01:16:12: z.B.,
01:16:13: die Welt sehen, schön essen gehen neue Dinge entdecken und so weiter.
01:16:22: Wir bewegen uns ja auf einen ... also du-und ich, altersmäßig auf einen Abschnitt
01:16:28: zu ... Wie geht denn dieser Satz
01:16:30: aus?
01:16:30: Der uns viele neue Möglichkeiten bietet.
01:16:33: Und zwar im Sinne von wir sind frei von bestimmten gesellschaftlichen Verpflichtungen, weil wir jetzt in das Weisealter eintreten.
01:16:43: Ich zum Beispiel sehe mich schon, dass ich nicht mehr mich selber verantwortlich mache für das Wohl- und Wehe von Kindern, Hunden, Katzen.
01:16:52: Und dann kann ich mich vollends auf mich konzentrieren.
01:16:54: Sollen
01:16:54: die Hunde sich doch die Dosen selbst aufmachen?
01:16:56: Die Hunde sind wir ehrlich schon auf der letzten ... Das wird nicht mehr ewig gehen so.
01:17:02: Aber also der Sinn von Beziehung.
01:17:05: Ich glaube schon, dass wir als Menschen besser ... wachsen und besser werden, wenn wir soziales Feedback haben.
01:17:13: Und du bekommst soziales feedback idealerweise von jemandem der dich sehr nah erlebt.
01:17:20: Ob man das will oder nicht sei dahingestellt.
01:17:23: ich rate aber schon dazu sich dem auszusetzen sonst werden wir nämlich alle so ein bisschen schrullig glaube ich.
01:17:32: Und was ist schrulleich?
01:17:33: Was heißt das?
01:17:36: kann auch eine gewisse Ich-Bezogenheit mit sich bringen.
01:17:39: Mal abgesehen von dem mangelnden Wohnraum, das ist ja noch mal ein anderes Problem wo wir dann reinrutschen...
01:17:44: Den würde ich gelassen!
01:17:46: Aber ich finde, man merkt Menschen schon an wenn die relativ wenig soziales Feedback kriegen dass sie so ein bisschen berührungsempfindlich werden egal ob in Wort Oder tatsächlich Berührung oder Gefühl?
01:17:58: Ich
01:17:58: würde so gerne weiter darüber sprechen, auch unter ganz unterschiedlichen Aspekten.
01:18:03: Weil ich zum Beispiel finde dass gerade junge Menschen oft zur Berührungsempfindlich
01:18:08: sind.
01:18:08: Ja aber weil die auch zu wenig soziales
01:18:10: Feedback kriegen.
01:18:11: Wahrscheinlich
01:18:12: ist es so.
01:18:12: Die werden zu wenig ausgesetzt...
01:18:14: Aber das Feedback ist ja auch... Feedback is ja so eine Sache.
01:18:17: Soziales Feed back bedeutet ja auch wohlwollende Kritik beispielsweise.
01:18:22: Und auch eine Offenheit, auch ne Ehrlichkeit im Umgang miteinander.
01:18:26: Genau!
01:18:26: Aber eben nicht auf Social Media Art sondern echte menschliche Art.
01:18:30: So und nur dass sie liebe Hörende... Nein das finde ich auch, das denke ich auch komisch...
01:18:38: ...Hörerinnen
01:18:38: und Hörern Nichts das Gefühl haben.
01:18:42: Therapie-Session deine Tour, weil es ist wirklich sehr lustig auch was du machst.
01:18:48: Du hast ja fast immer so Berührungen als Komedien da zu sein.
01:18:53: Das macht schon auch viel Spaß!
01:18:56: Ich bin lustig.
01:18:57: Wirklich, ich glaube sie mir!
01:19:00: Nein das ist doch das wichtigste Transportmittel all meiner Arbeit.
01:19:05: Das Ganze nicht so schwer zu nehmen.
01:19:07: Ja und
01:19:08: das macht es wirklich gut weil Paula mich auch eben als die Musik lief fragte ob's vielleicht irgendwie zu ernst klingt auf unsere Gespräche
01:19:16: zu...
01:19:17: wie hast du es genannt?
01:19:18: Aber nein, ich finde nicht und ich glaube auch dass sie oder ich hoffe zumindest dass Sie das ähnlich empfunden haben.
01:19:25: Das war von allem etwas!
01:19:28: Wir verlosen einmal zwei Karten für den Berliner Abend von Finde Dich Gut Sonst Findet Dich Keiner nochmal.
01:19:35: das Programm läuft bis April.
01:19:37: zwanzig siebenundzwanzig.
01:19:39: man findet weitere Infos auf deiner Seite die heißt wie du?
01:19:43: Ja genau PaulerLambert.de oder auf Instagram eben
01:19:46: Genau Am vierten, jetzt bist du erst mal in Hamburg im deutschen Schauspielhaus und am siebten in Berlin im Punchline
01:19:55: Club.
01:19:55: So ist es!
01:19:56: Und dafür verlosen wir zwei Karten.
01:19:58: Dafür müssen Sie folgende Frage richtig beantworten.
01:20:04: Wie lautet?
01:20:08: Okay, diesen Satz muss man auch erst mal sagen können.
01:20:11: Nicht wie hieß mein Bestseller sondern wie hießen wir ein Erster-Bestseller?
01:20:15: Schicken Sie die richtige Lösung an hörbaratradioe.de.
01:20:18: Bitte schreiben Sie Ihre Telefonnummer in der Adresse rein damit wir sie benachrichtigen können.
01:20:22: Viel Glück!
01:20:23: Es geht um den siebten Elften.
01:20:25: da müssen Sie Zeit haben für Paula Lambert's Programm.
01:20:28: finde Dich gut sonst findet Dich keiner.
01:20:30: es war mir eine sehr große Freude.
01:20:32: schön dass Du hier warst.
01:20:32: Wir haben noch einen Song und zwar Ride Round Dein Tool.
01:20:37: Guck mal, passt das?
01:20:39: Ja!
01:20:40: Von Florida und Kesha.
01:20:42: Yeah.
01:20:43: Right round.
01:20:43: Das ist dein Toolie.
01:20:44: Damit geht's los der Abend oder
01:20:46: nicht?
01:20:46: Genau.
01:20:47: Ich hab' das Lied zuerst gehört in einem Film namens Pitch Perfect.
01:20:52: Und da fand ich die Cappella Version so schön... ...und dann dachte ich okay was is denn so ein richtiger Stimmungsrums-die-bums-Song?
01:21:00: und dann bin ich auf den gekommen.
01:21:03: Viel Spaß noch bei dem bei all den Abenden und vor allem auch viel Erfolg.
01:21:07: Vielen, vielen
01:21:17: Dank!
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