Désirée Nosbusch (Wdhlg. vom 02.02.2020)

Shownotes

In tiefen und manchmal vielleicht auch schweren Gesprächen über's Leben ist es stets tröstlich, wenn das Gegenüber einwirft: "Ich kenne das. Genau so ging’s mir auch.“ Aber wie viele Menschen sind so ins Leben gestartet wie Desirée Nosbusch? Da ist ihr außergewöhnliches Kommunikationstalent, ihre Mehrsprachigkeit, ihre Attraktivität, ihre Unerschrockenheit, mit der sie bereits 12jährig in die Mikrophone spricht, erst im Radio, bald auch im Fernsehen. Désirée geht mit 16 nach New York und studiert Schauspiel, jobbt parallel auch für europäische Medien. Natürlich trifft sie die Megastars der damaligen Zeit: Klaus Kinski, Pierre Brice, Udo Jürgens, Curd Jürgens. Das Mädchen dreht Kinofilme. Lässig, frisch und souverän moderiert sie 19jährig den Grand Prix d’Eurovision und spätestens jetzt ist ganz Europa in sie verliebt, einige sind es noch heute. Aber nehmen wir uns doch Zeit für die einzelnen Stationen. Und so viel sei jetzt schon verraten: Ihr Besuch bei uns in der Hörbar könnte durchaus mit dem Beginn der 2. Staffel „Bad Banks“ zu tun haben.

Playlist vom 02.02.2020 Charles Aznavour - Je me voyais déjà Queen - Bohemian Rhapsody Frank Zappa - Bobby Brown Alice - Per Elisa Billy Joel - Just the way you are John Lennon - Imagine Dolly Parton - Jolene Sinead O'Connor - Nothing Compares 2 U

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00:00:03: Wir kommen bei den Sommerspecials der Hörbarust.

00:00:07: Bis Ende August veröffentlichen wir jetzt jeden Sonntag eine besondere Episode, an die wir uns gerne erinnern – heute mit der Schauspielerin Desiree Nossbusch, die im Februar zwanzig-zwanzig zu Gast war!

00:00:19: Wir sprechen unter anderem über Frank Sepper, eine europäische Moderationskarriere mit gerade mal zwölf Jahren, eine blinde Großmutter New York und Luxemburg über Klaus Kinski Eine Notlandung und ein Leguan, der neben ihre Liege kackte.

00:00:43: Schön, dass Sie eingeschaltet haben!

00:00:45: Haben Sie jemals die Redewendung gehört den lieben Gott am dicken See?

00:00:50: Ich hab das noch nie gehört... Und diese Frau, die dann im Hintergrund lacht von der sie jetzt auch gar nicht wissen, wer das ist, gleich erfahren sie es.

00:00:57: Die hat das gesagt Als sie uns Stichworte geschickt hat, als Sprachnachricht für die Songs, was im Übrigen Luxus ist.

00:01:04: Das machen Leute sonst nicht!

00:01:07: Und dann habe ich angefangen, das in die Suchmaschine einzugeben.

00:01:09: Den lieben Gott am dicken See.

00:01:12: und da gab es genau einen Eintrag von jemandem der so Redewendungen gesammelt hat.

00:01:17: und danach war schon immer dicker C durchgestrichen

00:01:20: oder

00:01:21: gottdurch gestrichen und es kam Illustration vom Hallux von vergrüppelten Füßen.

00:01:27: Wir werden jetzt erstmal herausfinden was es damit auf sich hat und das erklärt sie uns selbst.

00:01:31: wer ist sie denn eigentlich?

00:01:41: In Tiefen und manchmal vielleicht auch schwer im Gesprächen übers Leben ist es stets tröstlich, wenn das Gegenüber einwirft.

00:01:47: Ich kenne das – genauso ging's mir auch!

00:01:50: Aber wie viele Menschen sind so ins Leben gestartet?

00:01:52: Wie die heute

00:01:53: fünfundfünfzigjährige?!

00:01:55: Wer ist ihr außergewöhnliches Kommunikationstalent?

00:01:58: Ihre Mehrsprachigkeit, ihre Attraktivität, ihre Unerschrockenheit mit der sie bereits zwölfjährig in die Mikrofone spricht.

00:02:05: Erst im Radio, bald auch im Fernsehen.

00:02:08: Diese reagiert mit sechzehn nach New York und studiert Schauspiel.

00:02:11: Jobparallel – Auch für europäische Medien.

00:02:14: Natürlich trifft sie die Megastars der damaligen Zeit Klaus Kinski Pierre-Bris Udo Jürgens Kurt Jürgen.

00:02:21: Das Mädchen dreht Kinofilme, lässig, frisch und zu verrehen.

00:02:24: Moderiert sie neunzehnjährig den Grand Prix de Révision... ...und spätestens jetzt ist ganz Europa in Sie verliebt!

00:02:31: Und nicht wenige Menschen sind es noch bis heute.

00:02:34: Aber nehmen wir uns doch Zeit für die einzelnen Stationen….

00:02:37: …und so viel sei jetzt schon verraten – Ihr Besuch heute bei uns könnte durchaus mit dem Beginn der zweiten Staffel

00:02:44: Bad Bags

00:02:45: zu tun haben.

00:02:47: Ich freue mich so sehr, dass das endlich mal geklappt hat.

00:02:57: Und ich

00:02:57: danke!

00:02:57: Ich bin so ein Fan.

00:02:58: Vielen Dank, dass ich hier sind.

00:03:00: Das ist doch kein Scheiß-Ausbruch.

00:03:03: Erstmal bin ich froh, dass sich kein Junge bin, weil alle Männer mit denen ich gesprochen habe, du kennst es sagen über kurz oder lang... Ey, ich war schrägstrich.

00:03:12: Bin so in dich verliebt glaube ich?

00:03:15: Und ich hab nie was davon gemerkt.

00:03:17: Es ist wirklich so teilweise ... Gibt's auch Taxifahrer, die mir so was erzählen?

00:03:22: Das ist völlig an mir vorbei.

00:03:23: Vielleicht

00:03:24: ist das ganz gut so.

00:03:27: Ich hab dann eben überlegt ... Wer kann mit dir in dem Punkt gleichziehen?

00:03:32: Mit wem könntest du dich da auf Augenhöhe unterhalten.

00:03:34: Wer hat dieselben Erfahrungen gesammelt?

00:03:36: und da ist mir nur Nastasia Kinski eingefallen, aber die war einfach... das war nur ein Bereich, das hatte nicht diese Dimensionen.

00:03:42: Und dann ist mir Sophie Marceau eingefallen, die rein von der Wirkung her, den ich als Moderatorin glaube ich gearbeitet habe und die längst nicht so bekannt war wie du, aber durch so einen Film wie Laboom Natürlich einfach zusammen Objekt, das Interesse ist.

00:03:57: Objekt der Begierde für Pubertierende und ältere

00:03:59: usw.,

00:04:00: das hat sich ja komplett verselbstständigt.

00:04:02: Und ich muss schon sagen es hat mich extrem beeindruckt wie unerschrocken und selbstsicher du da vermeintlich durch dein junges Leben gegangen bist damals?

00:04:11: Ja wobei das selbstsich ja vielleicht eher so wirkte.

00:04:15: also wenn ich eins nicht war dann war es selbst sicher.

00:04:18: auch mein Selbstwertgefühl war jetzt nicht so ausgeprägt.

00:04:22: Ich weiß das klingt vielleicht Unglaubwürdig, wenn ich das so erzähle.

00:04:26: Was es eher war, war immer eine große Neugierde und vielleicht auch teilweise wissen ... Ich bin keiner der zurückgeht.

00:04:39: Wenn man mir einmal sagt mach wie du denkst aber komm nicht weinen sag' ich jetzt mal oder okay du schlägst den Weg ein dann gehe ich den auch.

00:04:49: Und da entwickelte ich dann vielleicht Kräfte die vielleicht so interpretiert werden könnten, als wäre ich wahnsinnig selbstsicher.

00:04:57: Aber vielleicht habe ich da einfach nur einen Glauben an eine Naturkraft oder an das Gute oder hab dann immer versucht ehrlich den Weg weiterzugeben.

00:05:11: aber selbst sicher war ich nicht.

00:05:13: Vielleicht wächst manchmal da so ne Muskulatur?

00:05:18: Dadurch, dass man es einfach, ich will nicht sagen vorgibt.

00:05:20: Aber das man es macht und auch wenn man's vielleicht gar nicht fühlt.

00:05:23: Und irgendwann ist es plötzlich da.

00:05:25: Vielleicht irgendwann kann man plötzlich darauf zurückgreifen?

00:05:27: Ich habe mir einen Ausschnitt angesehen YouTube sei Dank eine Szene.

00:05:34: Ich hab Tränen gelacht.

00:05:35: Es war so schön.

00:05:35: Du hast es als erwachsene Frau kommentiert.

00:05:38: Verstehen Sie Spaß!

00:05:40: Oh Gott, wie wunderbar.

00:05:41: Du hast gesagt hier ich habe immer schon drauf gewartet dass ihr mich mal kriegt und so weiter und ich war schon auf der Hut was für Job sich annehme wenn sie skurre klang hab ich sie aber schon gar nicht gemacht.

00:05:49: Und dann

00:05:49: haben Sie mich aber sowas von da gekriegt wo man es nicht erwartet hat.

00:05:53: Aber wirklich ja.

00:05:54: und um das um bevor du erzählst.

00:05:56: Man muss sich das bild vorstellen.

00:05:58: man sieht dich du bist Sechzehn-Sebzehn Jahre alt.

00:06:01: Ich

00:06:01: glaube da war ich ein bisschen alter.

00:06:03: sagen wir Ja, da hatte ich schon ein Grupp.

00:06:05: Neunzehnte?

00:06:06: Vielleicht?

00:06:07: Trotzdem!

00:06:08: Du bist ein junges Mädchen und du hast eine Intercom, also das heißt, du hast ne Verbindung zu Regie und du wirst bei einem sehr wichtigen Sportereignis darum gebeten

00:06:23: einen Kunst mit Zähnen zu intervieren der irgendwie aus Marseille kommt und der bevor das Mikrofon geschoben wird, den ich auf... Französisch.

00:06:37: Der sah auch noch so aus, dass man eigentlich gleich hätte sagen müssen, ihr stimmt was nicht?

00:06:42: Nein!

00:06:43: Na ja wie künster ich fand er sah schon aus, wie man sich ein Künstler in den achtziger Jahren vorstellt.

00:06:47: und nochmal du bist fünf sechs sprachig also und zwar wirklich auch nicht so oder muss ich mal kurz umdenken Riane war plus sondern so.

00:06:59: Ich

00:06:59: stellte dem fragen, ich sollte denen dann interviewen weil der hat sehr viel Geld dann wohl auch in denen.

00:07:02: das waren Rennsport Turnier Pferdesport Turnier.

00:07:07: Und sollte den dann irgendwie Interviewen zu seiner Liebe zu Pferden und was für sich Zukunft.

00:07:13: Ich werde nie vergessen, er hieß Duller Grange!

00:07:17: Monsieur Dullar Grange.

00:07:18: Ja fragen Sie doch jetzt mal, ich habe Monsieur Dulla Grange, wie man das heißt?

00:07:26: Wie man

00:07:28: das sieht... Das ist so toll du drückst, so wie was man halt auch machen würde.

00:07:32: Du drück die Ohrmuscheln von diesem Kopfhörer immer näher an deinen Ohren Und dann guckst du runter und versuchst dich so zu konzentrieren.

00:07:38: Du denkst, ich hab's nicht verstanden.

00:07:40: Scheiße!

00:07:40: Ich hab mich verstanden.

00:07:41: was sagt der?

00:07:41: Aber das Irre

00:07:43: ist ... Ich übersetzt ... Ja,

00:07:45: keine Wortes.

00:07:46: Ich hätt glaub'

00:07:47: ich meine Rotmutter fürs Rotlicht verkauft.

00:07:49: Und ich übersetz... Ja, der Herr de la Grande hat gerade gesehen, kommt aus Marseille, er liebt Pferde.

00:07:55: Irgendwann hatte ich eine Verbindung.

00:07:57: Wohin war das?

00:07:58: in deinem Sender-Regie?

00:08:00: Wo saß

00:08:01: die?

00:08:01: In Stuttgart, keine Ahnung.

00:08:03: Und im Ohr dieser Kollege, der dann sagte Also, Désirée, Entschuldigung bitte.

00:08:08: Ich hab nur drei Jahre Französisch in der Schule gehabt.

00:08:10: also ich kann sagen das hat Herr Dylan Horsch nicht gesagt!

00:08:13: Der hat mir nicht gesagt.

00:08:15: Und das zockt

00:08:16: sich

00:08:16: unendlich.

00:08:17: Das ging dann ins

00:08:18: italienische

00:08:19: nach dem Motto bis ich dann irgendwas erzählt habe von wegen ja vielleicht ist er Macei Akzent

00:08:24: ein anderer?

00:08:24: Du warst aber...ich kommt deswegen drauf weil der Typ sagt dir also und man muss davon ausgehen es ist eine Livesendung dachtest du in den Moment noch.

00:08:34: Also Frau Nossbusch, wir haben sie ja auch eingekauft.

00:08:36: Weil weiß ihr heißt das sie ein Sprachtalent sind und so weiter.

00:08:38: aber das ist jetzt muss ich ihnen leider sagen und du sagst aber nicht oh sorry wirklich Ich glaube ich habe heute einen schlechten Tag sondern bist extrem sicher.

00:08:47: Du sagst Ja möglicherweise also das müssen Sie mir nicht sagen Ich weiß schon was ich kann Und möglicherweise ist es ein sehr seltener Akzent.

00:08:54: Das fand ich einfach.

00:08:55: Es hat mich extrem beeindruckt, das fand ich schon ziemlich gut!

00:08:58: Ja, es ist halt dieses Live-Trainiert und irgendwie Rotliches an und da muss halt irgendwas über diese noch rum...

00:09:05: Je me voy et déjà Charles Asnavour.

00:09:08: Warum hast du das mitgebracht?

00:09:09: Das ist ein Lied, dass sich als junges Mädchen ... Ich komme ja aus Luxemburg,

00:09:14: d.h.,

00:09:15: ich war auch immer mit französischer Musik und italienischer Musik durch meine italienischen Mutter irgendwie konfrontiert.

00:09:21: die Liebe mal bei uns zu Hause.

00:09:23: Mein Onkel war lange Jahre der Direktor des Theaters in der Stadt, in der ich zur Welt kam.

00:09:29: In Esch-Alsett und da war auch Schalser-Navouz zu Gast und trat dort auf.

00:09:34: Und es ist ein Lied immer «J'ai déjà» über jemanden, der davon träumt nach Paris zu gehen – und dort ist irgendwie eine Karriere hinzulegen!

00:09:42: Mein Traum….

00:09:43: Ich wusste nicht wo ich hin wollte aber ich wusste immer, ich muss hier raus und Paris war das nächste Linde und dieser Text sprachen wir mal aus dem

00:09:51: Herzen.".

00:10:13: Charles Sassner, wo?

00:10:15: Die Zeit kann man ja nutzen.

00:10:17: Was hat das mit dem lieben Gott und dem C auf sich?

00:10:20: Das

00:10:20: sind so Dinge die passieren mir ab und zu.

00:10:22: Das ist ein Luxemburgischer Spruch.

00:10:24: Denn Herr Gott mutter dicker safe!

00:10:26: Das höchste was hier passieren kann... Das war mir nicht aufgefallen, als ich dir das geschickt habe.

00:10:34: Oder euch?

00:10:35: Ich hab es einfach ins Deutsch übersetzt und dachte wohl, das kennt man hier genauso!

00:10:39: Aber das scheint man nicht zu

00:10:40: kennen... Und damit ich die Metapher verstehe, damit wir sie im Sinne der europäischen Gedanken auch häufiger mal anwenden.

00:10:47: Was ist so gut daran, Gott am dicken Zeh zu haben?

00:10:50: Naja

00:10:50: du bist so dem Himmel nah und dem höchsten Glücksgefühl das Gefühl hast Du berührst den lieben Gott am dicken Zeh.

00:10:56: Ich weiß nicht genau wo dieser Ausbruch natürlich herkommt Aber in Luxemburg sagt man halt oft so oder hat man früher gesagt Das ist so als hätte ich den Lieben Gott Am Dickensee berührt

00:11:07: In deiner alten Heimat, das ist ein kleines Großherzogtum.

00:11:12: Ich hab mir mal aufgeschrieben, dass es die viele Menschen ungefähr sechshundert zwei Tausend Einwohner.

00:11:17: Achtzig Kilometer lang, sechzig breit.

00:11:20: Rund achtundvierzig Prozent Ausländer Die sich aufteilen größtenteils in Portugiesen, Franzosen Italiener Belgier und Deutsche.

00:11:28: Es gibt irre viele Pendler.

00:11:29: Sehr viele!

00:11:30: Wir sind glaube ich tagsüber bei über... ...sechzig Prozent Ausländer im Land.

00:11:35: Ich glaube es gibt eine hervorragende Schulbildung was auch mit der Mehrsprachigkeit natürlich zu tun hat.

00:11:40: Ja,

00:11:41: ja.

00:11:41: Da habe ich überlegt wen kennt man aus Luxemburg?

00:11:43: Das ist Jean-Claude Juncker und Ranga Yogeshwar.

00:11:46: Wen könnte man noch kennen?

00:11:48: Lea Linster die Köchin könnte man auch kennen.

00:11:52: Und ja, gut.

00:11:54: In Deutschland jetzt?

00:11:55: Ihr seid so die Islander des Südens kann man so sagen.

00:11:57: Das ist das Kleine.

00:12:00: Es gibt jetzt einen Kollegen bei Bad Bangs der Marc Limbach, der Schauspielkollege, der hier mehr arbeitet.

00:12:07: Also es gibt schon ein paar aber so richtig so dass die breite Masse sind wir nicht sehr fehle glaube ich.

00:12:15: Eddie heißt Tschüss!

00:12:17: Das kann man nicht so gut herleiten.

00:12:19: Normalerweise ist die offizielle Amtssprache Luxemburgisch erst seit long time in den vergangenen

00:12:24: Jahren.

00:12:24: Als ich den Grand Prix moderiert habe durfte ich auf der Bühne verkünden, dass wir nun offiziell zu einer Sprache geworden sind und kein Dialekt mehr sind.

00:12:32: Eddie kommt bestimmt von Au Revoir, hat sich wahrscheinlich irgendwann mal gesagt.

00:12:38: Adieu, absoluter Historie.

00:12:42: Wir sind.

00:12:43: Amtssprache ist auch Luxemburgisch Französisch und Deutsch, Deutsch ist jetzt auch weil das natürlich so... Wir kennen jetzt keine genaue Zahl, wie viele noch wirklich Luxemburger sprechen.

00:12:54: Aber ich würde jetzt mal sagen das sind vielleicht zweiehunderttausend Menschen die die Sprache noch beherrschen.

00:12:58: Ah der

00:12:58: ehemalige Chef von, ach ja kein Wunder, Marconrad von RTL?

00:13:02: Marconrat ist auch ein Luxemborger.

00:13:04: Genau richtig!

00:13:05: Du hast Queen mitgebracht bei Hymien Rhapsody Es muss dir schwer gefallen sein oder Songs aus Zauberung?

00:13:11: Ja vor allem weil ich so wahnsinnig viel mit Musik zu tun hatte, als ich jung war und jetzt indirekt ja auch noch durch meine Kinder die beide Musiker geworden sind.

00:13:22: Aber dann ... Ich wollte nicht verfallen diesem Ehrgeiz der etwas Tolles zusammenzustellen so oh guck mal was für ein guter Musikgeschmack!

00:13:31: Das

00:13:31: ist gut dass du das gemacht

00:13:33: hast.

00:13:33: Die Falle war groß und ich dachte ah jetzt okay wie kann ich das?

00:13:36: Und da dachte ich mir wenn es wirklich um persönliche Sachen gehen soll die mit irgendeiner Verbindung Queen ist.

00:13:42: das war mein erstes Konzert, was ich live erlebt habe.

00:13:45: Wir in Luxemburg damals in der Zwischenzeit ist das Gott sei Dank anders hatten so Rock-Pop Konzerte nicht.

00:13:51: da musste man mit dem Bus entweder nach Saarbrücken fahren oder auch Köln fahren oder Frankfurt fahren oder in die andere Richtung Brüssel und Paris.

00:13:58: und dann bin ich mit dem bus nach Kölnen gefahren.

00:14:02: Queen Live auf der Mühne gesehen war schon so früh da angekommen, dass ich ziemlich vorne stand.

00:14:08: Und bei We Are The Champions hatte ich mal wieder das Gefühl, ich hätte den lieben Gott am dicken See.

00:14:12: Bist du alleine hingefahren oder bist du mit einer Freundin gefahren?

00:14:14: Nein, da bin ich allein hingefangen.

00:14:16: Hast Du oft Sachen alleine gemacht?

00:14:18: Ich habe sehr viel alleine gemacht.

00:14:21: Weil ich glaube auch so Sachen gemacht hab die vielleicht anderen nicht unbedingt so durften sofort und bei mir.

00:14:30: Also man konnte sich schon auf mich verlassen im Sinne von meiner Eltern.

00:14:33: Wenn ich gesagt habe, ich mache das dann hab' ich das auch gemacht.

00:14:36: aber dann so mit dem Zug dreimal umsteigen aus Luxemburg nach Köln Konzert gucken Dann kam man nachts da nicht mehr weg, dann musste man irgendwie am Bahnhof warten und dann blieb man irgendwo in Karlsruhe oder irgendwo hängen.

00:14:47: Und irgendwann war man wieder in Trier und irgendwann hatte man wieder ein Bus zurück zu Bahnhof nach Luxembourg.

00:14:52: Aber ich hatte dafür Queenlife gesehen.

00:15:18: Hier ist heute Desiree Nossbusch zu Gast.

00:15:22: Viele von Ihnen kennen sie noch als Moderatorin, aber auf jeden Fall auch als Schauspielerin.

00:15:26: Auf das aktuelle Projekt Bad Banks kommen wir etwas später.

00:15:28: Wir halten uns ja jetzt erst nochmal in Luxemburg auf diesem kleinen, sechzig mal achtzig Kilometer großen Herzogtum.

00:15:35: Das Kulturhauptstadt wird vielleicht für uns anlass, dass wir uns Luxembourg deine Heimat, deiner Stadt Esch-Dürr ausseht...

00:15:42: Esch halt.

00:15:43: Mal anzuschauen!

00:15:45: Das

00:15:45: ist so irre.

00:15:46: Für mich natürlich, da ich daher komme, Kulturhauptstatt.

00:15:50: unser Ruhrpot gewesen, sag ich jetzt mal.

00:15:54: Und wenn man aus dem Süden kommt so wie ich dann ist mein Arbeiterkind geht das auch Hand in Hand mit dem Spruch von der Lunge auf die Zunge.

00:16:04: Man ist geradeaus, man ist direkt.

00:16:06: und obwohl unser Land so klein ist es gibt riesige Unterschiede zwischen der Stadt und dem Süden und dem Norden und dem Ösling.

00:16:13: wirklich große Unterschiede schon allein in der Sprache im Dialekt und auch in den gewissen Wesenszügen.

00:16:20: und nicht zu höre dass ich sage jetzt mal Das Arbeiter-Ding, wo ich herkomme.

00:16:25: Die Stadt Kulturbstadt denke ich mir spannend was sich da alles getan hat sehr spannend.

00:16:29: Ja vielleicht gerade weil sich in diesen Bezirken in diesem Gegenden ja unglaublich viel verändert.

00:16:34: Viel

00:16:35: Wahnsinn

00:16:35: und darüber viel wegfällt.

00:16:38: Nehmen neue interessante Projekte vielleicht auf den Platz ein.

00:16:41: Und wir mussten... Wir heißt jetzt die, die in irgendeiner Form in diesem Beruf wollten wie ich jetzt sei das Schauspielerei, sei es zum Fernsehen.

00:16:51: Wie mussten das Land verlassen?

00:16:52: also wenn du einmal bei RTL Radio warst, dann hattest du so die Runde gedreht.

00:16:58: Theater eigene Ensembles gab es keine das waren immer nur Gäste Ensemble, Tournee-Theater und da musstest du Werk.

00:17:04: und heute kann man wirklich zurückkommen.

00:17:06: und es gibt auch in der Kunstszene wahnsinnig viele spannende Dinge tolles Theaterangebot also da hat sich in den fünf zwanzig Jahren sehr viel getan.

00:17:16: Du warst eine gute Schülerin?

00:17:18: Du bist auch gern zur Schule gegangen.

00:17:20: Und wie kam es, dass du eines Tages in einem Radiostudio gesessen hast?

00:17:25: Da warst du noch Gast.

00:17:26: Da bist du interviewt worden.

00:17:27: oder was war das für eine Situation?

00:17:29: Das war eine Situation, dass wir in dem Sommer, das war der Sommer sieben Siebzig umgezogen sind.

00:17:35: Das heißt meine Eltern hatten dieses Familienhaus fertig gebaut und wir zogen also aus einer Kleinstadt aus Belis nach Elange, wo ich herkomme richtig so.

00:17:44: damals noch ein

00:17:45: Kuhdorf.

00:17:48: Das war der Sommer vor dem Schulwechsel.

00:17:51: Wir gingen nicht nach Italien zu meiner Oma, wo wir sonst die Sommer verbracht haben.

00:17:56: Ich saß wirklich völlig gelangweilt in meinem neuen Zimmer, wo noch keine Tapeter an der Wand waren und habe Radio gehört.

00:18:02: Eine Radio war mein Leben lang ein Begleiter von mir.

00:18:06: Meine Urgroßoma war blind ... und deren Welt fand am Radio statt.

00:18:11: Und ich saß dann immer am Wochenende mit ihr, am Radio – wir haben uns Hörspieler angehört oder Konzerte – und fand immer so faszinierend wie meine Oma dann immer sagte!

00:18:21: Glaubst du, der hat einen roten Mantel jetzt an?

00:18:23: Der da irgendwie die kleine Nettgeschwindigkeit... Also so.

00:18:25: Das war für mich total getriggert.

00:18:28: Total

00:18:28: getriggert!

00:18:28: Deswegen Radio sind für mich ganz viele Bilder im Kopf immer also hatte ich mein kleines Radio in meinem Zimmer dabei und stieß auf eine Sendung bei RTL.

00:18:37: Ich wusste ja RTL Luxemburg klar aber deutsches Programm.

00:18:41: was mich irritiert hat, da waren luxemurgische Kinder zu hören.

00:18:45: Jugendliche!

00:18:46: Und ich dachte wie kommen diese luxemorgischen Kinder in dieses deutsche Programm verurteilt?

00:18:50: Ich wusste nämlich nicht dass das deutschprogramm auch in Luxemburg

00:18:53: war.

00:18:54: und dann fragte ich meine Mutter ob sie das wüsst.

00:18:56: und die meinte nur schau mal im Telefonbuch und ich habe ein Telefon Buch und hab wirklich gekocht und fand eine Nummer.

00:19:03: Dann hatte es glaube ich drei Tage gedauert bis sich den Mutter da anzurufen.

00:19:06: Dann rief ich an und wurde mehrmals verbunden.

00:19:10: Zilli, die ich ja dann später kennenlade einer sehr netten Sekretärin des deutschen Programms erklärte ihr den Fall.

00:19:16: Die Situation, die neu geht und sie meinte Ja eigentlich machen wir das nicht aber rufen selten Leute aus Luxemburg an kommen vorbei bringen Freundinnen mit und die Woche drauf fuhr dann meine Oma uns in die Stadt ließ uns erst mal beim Roten Kreuz Gebäude raus, hatte sich vertan und dann stellte sie sich raus.

00:19:33: Das ist ja ein anderer Park.

00:19:33: Und irgendwann landeten wir bei RTL Radio, wurden mit reingenommen, krieg eine Führung durchs Funkhaus, landeten in einer Kindersendung,

00:19:41: durften

00:19:41: dort auch so ein bisschen mitplaudern nach dem Motto Ja wie ist denn der Unterschied hier?

00:19:46: Deutschland hat schon wieder Schule ihr habt noch Ferien halt so normal.

00:19:49: Gott

00:19:50: sei Dank weil ich glaube Frank Elzen hat's gehört.

00:19:52: ne er hat mich nochmal eingeladen

00:19:54: Genau und da kam runter ins Studio, warte um meine Nummer und fragte ob ich irgendwann mal vielleicht mitmachen wollen würde.

00:20:02: Ich sage fragen sie meine Eltern.

00:20:04: Und das erste Interview was ich dann machen durfte war Pierre Bries.

00:20:07: Pierre Briers der ehemalige Winneto der absolute Herzensbrecher für die Generationen.

00:20:13: Wie hast du eigentlich... Hast du mit deiner Mutter italienisch gesprochen?

00:20:16: Sie ist Italienerin!

00:20:17: Genau ne Komischerweise, es hat keine Logik wirklich mit meiner Mutter französisch.

00:20:22: Weil meine Eltern untereinander Französisch gesprochen haben.

00:20:26: Als sie sich kennenlernt mein Vater kann italienisch Sprach noch.

00:20:29: Selbst

00:20:30: Luxemburger?

00:20:31: Ja, das heißt Franzosis war unsere Familiensprache mit den Großeltern Italienisch und Verwandtschaft Mein Bruder und ansonsten so schulealltag luxemurgisch.

00:20:41: Und dieses perfekte Englisches über die Schule, dann über New York wahrscheinlich gekommen?

00:20:46: Das

00:20:46: ist erst über New york gekommen.

00:20:47: also das war mittengrund für mich auch nach new york zu gehen.

00:20:50: ich hatte ja auch noch paris gehen können weil ich in der schule auf latein war und als sich gezwungenermaßen abgehen musste konnte ich kein

00:20:57: englisches.

00:20:58: Das ist auch interessant eigentlich bestürzend.

00:21:01: im nachhinein wir sind sozusagen fünf centimeter vor diesem strudel.

00:21:05: dieser strudeln beginnt eigentlich jetzt.

00:21:07: Du führst dieses erste Interview mit Pierre Bries und es gibt eine super Resonanz.

00:21:12: Und innerhalb kürzester Zeit hast du... Wir müssen wahrscheinlich ein bisschen springen, aber irgendwann hast du plötzlich eine eigene Radio-Sendung.

00:21:20: Und Interviews selbst.

00:21:21: auch Leute kannst zum Teil dir die Musik aussuchen.

00:21:25: Du bist plötzlich ein junges Mädchen das extrem viel Einfluss hat in einer eigenen Sendung.

00:21:29: Hast du's auch offenbar nicht hinterfragt?

00:21:32: Bist einfach weitergegangen!

00:21:33: Nein,

00:21:33: das war so wie ... Das war mein Hobby.

00:21:37: Da ich gerne mich mit Musik beschäftigt hatte, war das irgendwie und gerne Menschen mochte und wahnsinnig neugierig war.

00:21:46: Ich fand es ja so toll, dass man sich unterhalten konnte!

00:21:50: Man darf nicht vergessen... Es ist nicht so, dass bei uns zu Hause nicht gesprochen wurde.

00:21:55: die typische Familie, wo beide Eltern so wahnsinnig viel gearbeitet haben.

00:22:00: Zum Teil drei Jobs am Tag ... Was

00:22:02: hat dein Vater gemacht?

00:22:02: Mein Vater war Lkw-Fahrer und hatte zwei Jobs, wo auch noch ein Bus.

00:22:07: Meine Mutter war Schneiderin, die hat Genähtgenähte durch.

00:22:12: Und

00:22:12: da

00:22:13: war wenig Zeit und musste für sich Gedanken übers Leben machen.

00:22:18: Ich habe mir immer so viele Fragen gestellt.

00:22:21: Da war wenig Platz für

00:22:22: so etwas.

00:22:23: Weil du sagst, du bist viel allein gewesen.

00:22:25: Die dir auch selbst beantwortet hast?

00:22:27: Ja oder zumindest versucht hab Antworten zu finden!

00:22:31: Aber gelangen weiter hast Du Dich

00:22:32: nicht?!

00:22:32: Nein nein nein überhaupt nicht!

00:22:35: Und dann ging es

00:22:36: los und

00:22:36: ging es sehr schnell!

00:22:37: Jetzt machen wir... weil jetzt gleich noch das Unterbrechen wäre schade.

00:22:40: deswegen nehmen wir mal tatsächlich den nächsten Song mitgebracht, dass Bobby Brown Frank Supper passt glaub ich in etwa.

00:22:46: Das passt genau in die Zeit.

00:22:48: Klar da war ein bisschen die Provokation.

00:22:49: Ich hatte Frank Suppa interview'n dürfen Und er war völlig fasziniert von diesem Mann und wie der damals schon versuchte, gegen die Plattenindustrie zu gehen und seine Sachen selbst rausbringen wollte.

00:23:03: Und ich in seinem Studieninterview, wo irgendwie, ich glaube, LPs standen nur in weißen Hüllen und er sagte hier, die können alle noch veröffentlicht werden.

00:23:12: Aber dann wenn ich es sage und so wie ich es möchte.

00:23:15: Naja und Bobby Brown klar wurde sehr umstritten war aber ein Song den die Schulklassen... Ich habe ja eine Sendung gemacht wo mir deutsche Schulklassens ihre Lieblingstitel schickten.

00:23:24: Sehr oft gewünscht wurde.

00:23:25: und dann gab's immer die Debatte darf man den spielen oder nicht?

00:23:29: Und da hab' ich mich dann nicht reinreden lassen gesagt die möchten denen hören also spielen wir

00:23:32: den!

00:23:48: Das hab ich noch nie gehört.

00:23:50: Noch kurz mal das Mikro-offengelassenabschluss.

00:23:52: Ah, guck dir das an!

00:23:54: Das war nicht Désiré Nostbusch?

00:23:55: Nein, das war... Ich verstehe

00:23:56: der Stimme, dass war offenbar Frank Zappa oder sein Tontyp Bobby Brown.

00:24:01: Aber Désiree Nostbush, die Schauspielerin auf moderatoren ... Es ist heute hier zu Gast.

00:24:05: Und jetzt fängt etwas an, wir sind ungefähr ... also dein erster öffentlicher Auftritt.

00:24:11: Ich gucke mal auf meine Unterlagen.

00:24:13: Siebenundsiebzig mit zwölf als Moderatorin bei Radio Luxemburg.

00:24:17: Hitz von der Schulbank diese erste Sendung wahrscheinlich mehr

00:24:20: eigene Radiosendungen.

00:24:22: Dann hast du – und das ist interessant, im Grunde sind viele der Radio-Einshörerinnen und Hörer mit dir groß geworden auf so eine einseitige Art.

00:24:31: Wie du vorhin auch sagtest, Schalte, dass ich davon nichts mitbekommen habe?

00:24:33: Weil natürlich haben wir euch gesehen!

00:24:35: Und dieses euch isst so ne Kombination auch Anke, Anke Engelke hier.

00:24:38: Beide waren die schönen Mädchen, die Jungs wollten mit euch zusammen sein.

00:24:42: Die Mädchen wollten sein wie ihr.

00:24:44: Das ist ja heute noch so mitbringend.

00:24:47: Und diese Vielsprachigkeit, die bei Anke da herrute.

00:24:50: Ich glaube aus Toronto.

00:24:51: Ihre Mutter war als Fremdsprachen-Korrespondente.

00:24:55: Also ihr beide habt als junge Mädchen ganz selbstverständlich in einer Zeit... Das muss man sich einfach vergegenwärtigen.

00:25:04: Da gab es das Privatfernsehen noch lange nicht?

00:25:05: Nein!

00:25:06: Da gab's wenige Sender und da gab es meistens so etablierte Showmaster.

00:25:12: Kinder

00:25:12: haben da gar nichts zu suchen gehabt und Frauen so... Ihr habt das gerockt, es hat super Souverän mit den Erb von der IFA-Live berichtet und so weiter.

00:25:20: Das war die erste Fernseherfahrung... Ja, mir geht's ja teilweise auch so!

00:25:24: Ich bin nicht jemand, der sehr oft nach Rückblick ist also ich gucke dann schon lieber nach vorne.

00:25:30: und weil es mir auch teilweise so geht dass wenn ich das jetzt über jemanden anderen hören würde würde ich dann wie bitte Ich habe auch aufgehört, zum Beispiel.

00:25:41: Das ist immer ein guter Test gewesen so in Amerika, wo man mich ja nicht kennt, wo ich nicht vor den Augen einer Nation groß geworden oder erwachsen geworden bin.

00:25:49: Man hat mich dort gefragt was machst du?

00:25:50: Oder kann ihr auf dem Schulhof mit den Kindern das eine andere Mutter fragt und ich hab versucht zu erklären meinen Weg.

00:25:58: Dann haben die sich wieder auf halber Strecke umgedreht und gesagt, ich wollte mir noch einen Kaffee holen irgendwo oder haben gedacht.

00:26:04: Ich bin dem Bern auf weil es klingt alles sehr.

00:26:07: Das waren andere Zeiten glaube ich und das war auch Ausnahmesituation.

00:26:11: absolut.

00:26:11: deswegen meine ich aus du wirst selten auf Situation oder in Situation kommen wo du das Gefühl hast Du kannst dich mal mit jemandem darüber austauschen Weil die meisten werden ist irgendwie auch bewundern vielleicht auch glorifizieren idealisieren was dir passiert ist Was du nicht kann das total nachvollziehen dass man mit der mit diesen Rückblicken eigentlich gar nichts mehr zu tun hat.

00:26:29: Das ist okay, man verleugnet das nicht?

00:26:31: Ist ja das gut... Nein es ist alles

00:26:32: Teil von mir.

00:26:32: Es ist halt

00:26:33: vorbei einfach.

00:26:34: Aber es ist vorbei und oft gibt es auch so ein bisschen das Gefühl dass ich sage glück gehabtes Gut gegangen ist weil ich bin ja auch in dem Alter einigen Kollegen von uns begegnet die sozusagen Kinderstars waren und sehr erfolgreich waren die heute in diesem Beruf nicht mehr tätig sind oder auch solche Fälle gibt es, die gar nicht mehr unter uns sind.

00:27:00: Ganz tragische Geschichten und ich habe mir das ja nie überlegt dass es einen Schritt geben muss, dass man den Sprung vom aus den Kinder-Star-Schuhen wobei ich das Wort Star überhaupt nicht mag, ich möchte es gar nicht benutzen, in das erwachsenen Berufsleben schaffen muss und dass das gar nicht so selbstverständlich ist.

00:27:19: Das war mir ja nicht klar, Gott sei Dank.

00:27:21: Du warst mit fünfzehn auf der Bra wurde was an dem Jahr überhaupt das Mädchen mit den meisten Covershootings?

00:27:26: Also dass du so erfolgreich warst... ...das ist mir auch tatsächlich erst in der Vorbereitung jetzt bewusst geworden mit den zwei Filmen.

00:27:34: also der erste Kinofilm, man sind eighty nach Mitternacht Dann gab es fürs ZDF die Sendung Musikbox, dann kam das Angebot für der Fan.

00:27:43: Dann kriegte das Ganze plötzlich so eine Eigendynamik, die du wahrscheinlich sowieso nicht steuern könntest.

00:27:49: Wenn ich das richtig rekapituliere, du sagst es nicht, ich sage's!

00:27:52: Die Produzentin Regina Ziegler hat Fotos für die Promotion dieses Films veröffentlicht, die dich zum Teil unbekleidet zeigen.

00:28:00: plötzlich... Das

00:28:00: war nach Mitternacht?

00:28:01: Nach Mitternach, weil das schon.

00:28:04: Was natürlich schwierig ist, weil du eigentlich Aushängeschild warst.

00:28:07: Ich will nicht sagen clean aber du warst so die Jugendliche jedenfalls nicht mit den Nacktfotos.

00:28:13: Fertig warst du bei dir mit den nackt Fotos und du konntest es nicht mehr verhindern Und du hast gemerkt dass es keine Ahnung gegen dich läuft?

00:28:20: Weil das der Grund dass Du nach New York abgehauen bist.

00:28:24: Naja, das war insofern der Grund weil ich alle meine Jobs verloren habe.

00:28:28: Ich wurde über Nacht, da war kein Aushängeschild beim öffentlichen Fernsehen für die Jugend mehr und musste mich verabschieden.

00:28:38: es gab keine Moderation mehr ich durfte nicht mehr stattfinden sozusagen.

00:28:43: Und da gab's natürlich auch so eine Doppelmoral.

00:28:47: Also ich erzähle mal gerne, es gab wirklich... Die hab' ich aufbewahrt und ich bewahre eigentlich nichts auf.

00:28:52: Eine Bravo!

00:28:54: Da war die Doppelseite Dr.

00:28:55: Summer, wie schön das wird uns alle frei in der Liebe bewegen und wie wichtig das ist.

00:28:58: Und die nächste Doppelsite waren Nacktbild aus dem Pfilm von mir und die Überschrift bei Desiree Musters sein.

00:29:05: Damit verlor ich meinen Job und ich hatte keine Moderation mehr.

00:29:09: Ich war von der Schule abgegangen Und es gab Momente, da stand ich da und dachte mir, jetzt ist's hart.

00:29:18: Was jetzt?

00:29:20: Wie ich am Anfang erzählt hab, niemand bin der zurückgeht.

00:29:23: wenn man mir gesagt hat guckt dass du deinen Weg findest dann muss man halt irgendwie weiter suchen und dann muss mal gucken das man weiter kommt.

00:29:31: Gott sei Dank bin ich nach New York zur Schauspielschule weil ich glaube das mich nicht nur beruflich geformt und dadurch auch irgendwo gerettet hat, sondern auch menschlich.

00:29:44: Ich war auf einmal eine von vielen und war nicht andauernd konfrontiert mit einem Bild was man von mir

00:29:50: hatte.

00:29:51: Was du wolltest!

00:29:51: Was er erleichterte?

00:29:53: Genau ich wollte irgendwo herausfinden ob ich denn überhaupt etwas kann und nachdem beurteilt werden, was ich in dem Moment abliefe.

00:30:01: Und ich war irgendwann mal einen falschen Satz gesagt hatte oder zu früh... Ich war ja immer zu früh, zu laut, zu schnell, so dieses... Es war immer irgendwas zu viel oder zu wenig oder?

00:30:11: Das war glaube ich ... Ein Wink des Himmels ist das Beste, was ich gemacht

00:30:15: habe.

00:30:15: Wie war es für deine Eltern in der Zeit?

00:30:18: Die müssen ja schon mal stolz gewesen sein, dass du Radio machst und so etwas Fernsehen machst, dass Du Stars interviewen kannst oder war das eher so, dass sie glücklich gewesen wären wenn du tatsächlich Rechtsanwältin gewonnen hast, was du mal vor hattest?

00:30:31: Also meine Eltern glaube ich die hätten sich gewünscht Ich wäre weiter zur Schule gegangen hätte studiert Anwältin geworden, was ich mal wollte und hätte irgendwie im Nebendorf dann irgendwann gelebt.

00:30:44: Nicht weil sie spießig sind das überhaupt nicht, weil sie einfach Sorge hatten und weil ich in eine Welt gegangen war die Sie überhaupt nicht einschätzen konnten.

00:30:54: Das war sowas von weit weg von ihrer Welt.

00:30:57: Es war ja auch weg weg von meiner Welt Ja und intuitiv haben sich natürlich auch gespürt dass da einiges an Kampf los ist.

00:31:06: Ich bin auch nicht jemand, der mit meinen Problemen nach Hause gekommen ist.

00:31:09: Ich hab dann schon immer versucht, meine Eltern zu schützen.

00:31:13: Nicht weil sie das gewollt haben oder

00:31:15: mir

00:31:15: befohlen haben, sondern einfach ... Weil ich dachte, ich will jetzt nicht die damit irgendwie den Sorgen

00:31:22: machen.".

00:31:22: Und es ist ja auch diese Welt zu erklären?

00:31:26: Die ist eigentlich so lange schon dabei über vierzig Jahre.

00:31:30: Wahrscheinlich gibt's heute noch Situationen... Wenn du denkst, oh Gott.

00:31:33: Das kann ja nicht.

00:31:35: Ich bin sicher jede Branche bringt etwas mit sich nur in meiner Aus.

00:31:39: Aber das ist schon eine Welt die ... Ich schweb jetzt oben auf der Welle und sage mir jeden Morgen voller Dankbarkeit dass es gerade so ist, dass ich einfach mir im Klaren bin.

00:31:54: Wieder ganz, ganz anders sein.

00:31:56: Morgen kann das einfach wieder nach unten gehen und dann war es auch vielleicht.

00:32:00: Und dann darf man seinen Lebensglück oder sein Selbstwertgefühl bitte nicht davon abhängig machen weil sonst kommt man aus dem Loch nicht mehr raus.

00:32:08: Beneidest du Juristen manchmal dass sie jederzeit sich auf irgendein Campingplatz setzen können um Leute zu beraten?

00:32:13: Weißt Du was?

00:32:14: ich habe das am Anfang gedacht und jetzt denke ich mir Juristen die irgendwelche... Ich wäre ein schlechter wahrscheinlich geworden.

00:32:20: Ich bin so ein Gerächtigkeits-Fanatiker und ich könnte, wenn Unrecht ist.

00:32:28: Man wär mit mir schlecht beraten, wenn man im Unrecht isst.

00:32:31: Alice hast du mitgebracht per Elisa?

00:32:34: Kannst du uns noch zu Einsatz sagen?

00:32:36: Ja, ich hab damals als junges Mädel bei der Musikbox immer versucht auch Künstler aus dem Ausland das Frankreich aus Italien einzuladen oder ein Land zu dürfen in die Sendung, um sie halt dann auch im Publikum in Deutschland.

00:32:48: Ich glaube ich war auch die erste kann ich sagen, die die neue deutsche Welle ins Fernsehen geholt hat damals.

00:32:52: Hab sehr gekämpft dafür weil das war mit Redakteuren damals nicht immer so einfach, weil es das so in der Form nicht gab.

00:32:59: und Alicia war eine, die ich aus Italien kannte, die toll fand und Perelisa.

00:33:30: Die Moderatorin und Schauspielerin Desirenaus Busch ist zu Gast.

00:33:34: Sie ist Und eigentlich ziemlich gut in der Schule.

00:33:38: Du hast zwei Filme gedreht und ... Das ist jetzt interessant.

00:33:43: Denn es bist nicht du, die sagt auch weißt du was?

00:33:46: Ich hau jetzt mal ab weil ich glaube, ich werde ein Star und ich gehe mal irgendwie nach New York sondern die Lehrer sind das, die sagen Du würdest den normalen Schulbetrieb stören.

00:33:57: Ja

00:33:58: also ich habe zu viel angeblich...ich weiß zwar nicht genau womit aber angeblig zu viel Unruhe in den Schulbetrieb gebracht.

00:34:05: Was sie damit meinten war Klar musste ich dann irgendwann ab und zu fehlen.

00:34:11: Und wir waren ein paar Stunden nicht da, und war dann angewiesen, dass man mir irgendwie die Hausaufgaben entweder mitteilt oder ich sie abholen kann oder ich eine Prüfung nachschreiben durfte.

00:34:21: Das sorgte für Unruhe und mehr Arbeit.

00:34:26: Da ist man ja auch sehr schnell mit Eifersucht und Missgunst konfrontiert.

00:34:30: Und da wurde mir dann von der Direktur nahegelegt, ich soll mal meine Spieler rein zur Ende bringen und könnte ja zurückkommen.

00:34:38: Wie ich jetzt schon mehrmals gesagt habe, das sagt man mir nur einmal.

00:34:43: Dann hab' ich gesagt, na gut, muss ich leider gehen weil ich wär gern geblieben.

00:34:48: Darf ich noch die schönste Geschichte erzählen?

00:34:50: Irgendwann feierte mein Gymnasium Jubiläum und ich wurde angefragt, ob ich diese Jubilänumsfeier moderieren werde.

00:34:56: Oh nooo!

00:34:57: Und dann dachte ich ach das ist doch schön Wiedergutmachung Ich bin ja ein sehr versöhnlicher Mensch, sag' ich Ja.

00:35:03: Dann habe ich dazugesagt und dann kam der Statue mir mal näher und da dachte ich mich jetzt muss ich mehr auf ein bisschen aufs Programm vorbereiten, dann versuchte ich den Lehrer der das verantwortete zu erreichen, dann war er lange nicht zu sprechen.

00:35:15: irgendwann hatte ich ihn dran und sagte er sei ihm sehr ungangenehm Aber es werden zu der Feier nur Menschen eingeladen, die Abitur haben.

00:35:21: Insofern müsst ihr mir absanken!

00:35:24: Und dann lacht ich gut.

00:35:25: Ich danke fürs Gespräch.

00:35:27: Also das gibt alles.

00:35:30: Wie alt warst du, als du Klaus Kinski interviewt hast?

00:35:33: Da war ich fünfzehn.

00:35:34: Das wurde zwar drei Jahre später erst gesendet also auf dem Material bin ich länger hängen geblieben aber nachdem es hat den Grand Prix gebraucht dass sich dann damals der Bayerisch Rundfunk daran gewagt hat es als Ganzes zu senden weil ich wollte es nie stückchenweise abgeben.

00:35:50: Also Klaus kinski war für mich der Startschuss in Vorbereitung auf diese Sendung und Ich habe dir das eben schon gesagt letzte mal so gebannt und hypnotisiert vor bewegten Bildern saß, also bei YouTube kann man das eingeben.

00:36:07: Das Format hieß Zeit zu zweit.

00:36:11: Und wir sehen dich in einem Golf Cabrio – das muss damals der letzte Schrei gewesen sein – offenfahren durch, weiß ich nicht, Kalifornien?

00:36:19: Das

00:36:19: war San Francisco-Kalifornien ja!

00:36:21: Und relativ langes Intro mit Musik und du erzählst ganz klar, dass du ihn jetzt gleich treffen willst.

00:36:27: Man muss dazu sagen – das ist doppelt beeindruckend!

00:36:29: Du hast es alles selbst produziert als Fünfzehnjährige.

00:36:35: klägliche Versuchjournalisten zu werden.

00:36:38: Na ja, man muss das irgendwie koordinieren.

00:36:41: Man muss Termine machen, man müssen Kamerateam buchen und dann – ich rate wirklich jeder Hörerin und jedem Hörer sich das mal anzusehen weil das ist für mich viel mehr Fernsehgeschichte als diese klassischen Momente wo sie in Talkshows irgendwelche Leute Wut entbrannten Mikros abreißen oder so, weil es ist so... unglaublich.

00:37:00: was passierte denn ihr beide?

00:37:02: also er ist wie alt war er?

00:37:03: was denkst du mit der ende vierzig?

00:37:05: ja ich muss jetzt nachrechnen ich weiß nicht mehr genau das habe verdrängt aber so

00:37:09: und hast ihn interviewt.

00:37:10: er hat dich mit einer mischung aus arrogant.

00:37:15: Ich weiß gar nicht, wie man es beschreiben soll.

00:37:17: Wie Kinski eben ist?

00:37:19: Er fühlte sich so hingezogen zu dir... ...zu dieser Kindfrau, die er in dir sah und trotzdem musste er dich vor laufenden Kameras auch total brüskieren und...

00:37:28: Wie hat der mal gesagt?

00:37:29: Es ist so rührend!

00:37:30: Wie

00:37:31: dumm du bist!

00:37:32: Das ist unglaublich gewöhnt!

00:37:33: Wie beeindruckt du gewesen bist und deine Fragen immer nur wiederholt hast.

00:37:38: Er hat dich tausendmal unterbrochen.

00:37:40: Es gab irre Vorgeschichten zu diesem Interview, hatte ich mal eingesperrt.

00:37:44: All das kann man nachlesen und dann nachholen wenn man das möchte.

00:37:47: Die Frage ist du hattest doch ein Management oder kam das erst später?

00:37:52: Ich habe nie wirklich einen Management gehabt sagen wir mal so.

00:37:55: Okay!

00:37:56: Ich hab jetzt natürlich seit Jahren Agentur und Management jetzt auch aber damals an meinen Anfängen da haben sich Menschen an mich gehangen und vielleicht damit irgendwie Ihren Weg auch mit bestritten und daran verdient, aber ein professionelles Management.

00:38:17: Ich weiß gar nicht ob es das damals schon so gab für Menschen wie mich, aber ich hatte das nicht.

00:38:22: nein

00:38:24: Wie können wir über die Beziehung zu dem Mann sprechen der sich von seiner Frau trennte um offiziell mit ihr zusammen zu sein?

00:38:34: Und der sich offizielle als dein Manager ausgab?

00:38:37: Wie wir darüber reden können?

00:38:38: Ja,

00:38:38: also was du da... Ich möchte dich... Das habe ich dir auch schon gerade nicht in eine unangenehme Situation bringen.

00:38:43: Weil das ist jetzt... Das ist eine tragische Geschichte.

00:38:46: der wurde von seinem eigenen Sohn ermordet.

00:38:51: Aber diese Geschichte hat viele komische Facetten denn er war auch Kinder- und Jugendredakteur verantwortlicher erst beim WDR dann bei RTL Und er hat sich halt zu einer offenen Beziehung mit einer damals sechzehnjährigen bekannt.

00:39:05: Also ich habe irgendwann vor ein paar Jahren, ich hab das sehr viele Jahre versucht gar nicht zu erzählen oder zu erklären.

00:39:14: Wenn ich gefragt wurde dann gab es sicherlich eine Phase da dachte man okay Das einfachste ist einfach dass man das was erzählt wird einfach nur ohne es zu kommentieren bejaht Dann geht's vielleicht weg und irgendwann vor einem paar jahren ist mir so ein bisschen dann doch der Kragen geplatzt und ich dachte, ich habe mich entschieden mein Leben ehrlich vor allem mir gegenüber.

00:39:40: Und dann auch anderen zu leben.

00:39:41: und ich kann jetzt nicht so tun als wäre das Friedefreude Eierkuchen gewesen weil es ist eine Lüge fertig.

00:39:48: So und da muss man aufpassen weil also ich das beschlossen hab lebte dieser Mensch.

00:39:53: Ich nehme den Namen nicht mal mehr in den Mund ich weigere mich diesen Namen zu nennen Und dieser Mensch lebte da schon nicht mehr.

00:40:01: Und das ist Gott sei Dank passiert, als ich schon lange weg war und hab dann immer nur versucht zu erzählen oder zu sagen dass es nicht das war.

00:40:13: Wo naches aussah?

00:40:14: Wo es naches aus sah so.

00:40:18: Ja klar, das ist das was du ansprichst Vor ein paar Wochen in einem Interview, in einem Podcast mit einer Kollegin, die mich sehr gut kennt.

00:40:29: Mit der ich in New York auch mal zusammengelebt habe.

00:40:31: In der Schulzeit hat sie mir das Wort Missbrauch sozusagen gereicht und auch da wäre es gelogen gewesen wenn ich gesagt hätte nein!

00:40:45: Es war kein Missbrauchs.

00:40:50: Hab das Gefühl, damit ist jetzt für mich an diesem Punkt alles gesagt.

00:40:55: Weil ich auch nicht möchte... Ich war sehr schockiert über die Reaktion der Öffentlichkeit auf dieses offene von mir, das bestätigen oder ich habe auch bestätigt auf ihre Frage, warst du Opfer?

00:41:11: Und dann habe ich gesagt ja, ich war ein Opfer und mehr wurde nicht gesagt!

00:41:18: dieses Unsensible, wie mit dem umgegangen wurde und die Reaktion und Kommentare von gewissen Menschen darauf hin.

00:41:28: Das hat mich so

00:41:29: schockiert

00:41:31: weil ich nicht dachte dass man so essens mal bestraft werden kann für etwas.

00:41:39: Ich habe es nicht nötig.

00:41:40: Das muss ich nicht belegen, dass ich das nicht nöte.

00:41:42: Ich hab so etwas zu sagen weil ich in die Presse möchte oder auf irgendein

00:41:46: Bage rausgekommen bin.

00:41:47: Nein!

00:41:47: Du bist im Moment extrem erfolgreich.

00:41:49: D.h.,

00:41:49: das ist überhaupt nicht der Grund.

00:41:50: Ich habe mir auch lange überlegt warum es so ist denn wenn die Musik läuft sprechen wir natürlich weiter und werden uns ja auch über Mitu unterhalten.

00:42:01: Und eigentlich ist nämlich diese Zeit eine gute Zeit, um diese Dinge zu bewegen.

00:42:06: Um sie zu besprechen.

00:42:08: Unlaublich viele Frauen fühlen sich stärker und es geht gar nicht darum mit so einer Riesenfront zwischen Männern und Frauen aufzumachen.

00:42:14: Es gibt

00:42:14: ja auch Männer denen das viel erfährt.

00:42:16: Absolut genau!

00:42:16: Und

00:42:16: ich finde... Das was ich eigentlich nur sagen möchte ist die Zeiten sind Gott sei Dank andere als zu meiner Zeit.

00:42:24: Und es gibt Anlaufstellen da draußen an die man sich wenden kann.

00:42:28: Es ist keine Schande.

00:42:29: Man kann hingehen, man kann es aussprechen, man können sich Hilfe holen.

00:42:34: Das möchte ich eigentlich nur unterstützen.

00:42:36: Ich habe mir die Frage gestellt, warum du die wirklich sehr sanft mit diesem Thema oder sehr verantwortungsbewusst?

00:42:45: Du bist später mit rausgegangen aber du hast es dir auch ganz genau überlegt ob du das tust.

00:42:49: Man hat eine große Verantwortung wenn man das macht wie man vielleicht eine große Verantwortung hat wenn man's nicht macht.

00:42:54: Das muss jeder mit sich selbst ausmachen und die einzige Antwort die mir einfiel war dass dass es dir vielleicht anders ergangen wäre, wenn du offensiver umgegangen.

00:43:05: Du bist sehr vorsichtig gewesen.

00:43:06: andere Frauen die in dieser Situation sagen passt auf sinngemäß hast ja auch zum Beispiel diesen Satz gesagt und der stimmt auch.

00:43:12: und da werden jetzt ganz viele Kolleginnen von dir und auch Kollegen sicherlich sagen ganz genau Es wäre illusorisch zu glauben also ich zitiere jetzt sehr frei dass man in der Zeit damals Erfolg haben konnte als vierzehn, fünfzehnt, sechzehnjährige.

00:43:26: In dieser

00:43:26: Welt ohne damit in irgendeiner Form in die Wohnung gekommen

00:43:28: zu sein?

00:43:28: Absolut!

00:43:28: Und deswegen auch zum Beispiel der Hint zu dieser Kinski-Geschichte.

00:43:32: nochmal so was würde es heute nicht mehr geben.

00:43:34: So ein Interview da würde man sagen entweder wir strahlen's nicht aus oder das Kamerateam würde einschreiten und würde sagen Cut, so geht es nicht.

00:43:40: sorry, das müssen wir noch mal neu machen.

00:43:42: Was ist ein gutes Zeichen?

00:43:43: Ein

00:43:43: absolut gutes Zeichnis.

00:43:44: Wie gesagt, es tut mir sehr leid, dass du mit dieser Äußerung einfach unterstützen sollen.

00:43:51: Ich habe auf einmal verstanden, warum viele den Mund nicht darauf machen.

00:43:55: Das hätte ich nie gedacht, dass sich so denken würde.

00:43:56: Ich hab es verstanden weil dieser Gegenwind, der da entgegenkommt wo ich immer sage, ich habe vor ein paar Tagen auf dem Flug nach Europa das Buch von Demi Moore gelesen.

00:44:07: Ich weiß nicht warum mich dieses Buch am Flughafen in der im Buchladen angesprungen mir entgegenkam und ich habs gekauft und hab's den ganzen flug gelesen.

00:44:17: Die hat eine wirkliche Missbrauchsgeschichte, von der sie sehr offen erzählt und schreibt.

00:44:22: Und die wurde auch gefragt warum heute so spät?

00:44:26: Und die hat geantwortet indem sie sagte jeder der diese Frage stellt hat sich mit der Thematik noch nie auseinander gesetzt weil jemand der sie mich damit auseinandersetzt er weiß dass man es dann macht wenn man bereit

00:44:39: ist

00:44:40: und das fand ich eigentlich sehr richtig.

00:44:45: Und die Gründe sind verschieden.

00:44:47: Man hat Verantwortung für Mitmenschen, für Kinder, nicht nur für sich selbst, ein ganzes Drumherum und es ist dann wenn die Zeit reif ist für einen selbst und das entscheidet man selbst und da lässt man sich nicht zudrängen.

00:45:00: und deswegen war ich selber überrascht von dieser WMens und möchte aber trotzdem jetzt nicht falsch darauf reagieren.

00:45:09: im Sinne Es ist nicht so, dass mir der Mut jetzt vergangen ist.

00:45:13: Aber ich hab da auch nicht mehr wirklich viel zuzusagen.

00:45:16: Weil alles andere wäre jetzt irgendwie... Ich sitze hier als Opfer überhaupt nicht!

00:45:22: Ihr sitzt ja jetzt hier als jemand, der einfach sagt Leute wenn euch irgendetwas passiert da draußen oder jungen Menschen was nicht okay ist und wenn es sich nur für einen Moment anfühlt das sei's nicht ok geht hin holt euch Hilfe nicht okay, wenn etwas passiert was nicht richtig ist.

00:45:40: Und man muss...was wir lernen müssen auch übrigens in Freundeskreisen fällt mir auf.

00:45:45: also das sind ich glaube jeder der oder jede und jeder die schon mal Gespräche in Freundeszreisen geführt haben.

00:45:51: es bedeutet nicht unbedingt dass man in vermeintlich aufgeklärten Zeiten da ziemlich schnell auf einen gemeinsamen Nenner kommt was ich immer hilfreich finde Beispielsweise mit Männern.

00:46:05: Heute ist das grad passiert, ich hab heute gerade mal einen sehr engen Freund von mir darüber gesprochen den ich mir als Vater gewünscht hätte.

00:46:12: also ganz toll.

00:46:12: ich sehe auch wie der Vater ist und wie er mit Frauen ist ja super so.

00:46:19: Trotzdem spür ich, dass wir völlig unterschiedlich mit diesem Thema umgehen und dass er kollektiv versucht das so runter zu kochen.

00:46:27: Wenn es ihr Frauen müsst.

00:46:28: aber da muss man schon aufpassen und dann hoffe ich auch einfach, dass meine größere Sensibilität entwickeln und anfangen zu differenzieren.

00:46:37: und ich glaube es hilft immer wenn sich vielleicht auch Frauen aber in jedem Fall Männer vorstellen die Dinge, die sie da sagen.

00:46:44: Wenn Sie den Namen Ihrer eigenen Tochter einsetzen

00:46:46: in diese Sätze

00:46:47: und ich glaube in dem Moment verstehen Sie besser.

00:46:50: Ja auch diese Abhängigkeiten müssen unterbrochen werden im Job, dass man das Mümmes gefühlt hat.

00:46:56: Man ist abhängig von jemandem.

00:46:58: wenn ich dem nicht das dann das.

00:46:59: Ich meine jetzt gibt tolle Filme Serien im Moment darüber.

00:47:02: Die kann man sich alle angucken und in The Morning Show es ist so!

00:47:09: Es wird immer Abhängigkeitsverhältnisse geben, also die so oder so gelagert

00:47:13: sind dagegen zu rebellieren.

00:47:16: Also ich danke dir sehr!

00:47:18: Wir hätten das ausklammern können.

00:47:20: Ich hätte das respektiert aber ich bin mir dankbar dass du es nicht gemacht hast weil es ein wichtiges Thema ist und weil ich finde dass du's gut für dich und dann auch für andere löst gelöst hast.

00:47:35: Entschuldige, wenn ich da jetzt so ein bisschen

00:47:37: nicht so

00:47:38: raus

00:47:38: ist.

00:47:39: Wenn wir an den Punkt kommen, an dem wir auch nicht jeden Gedanken dreimal noch absichern und erklären, dann wird das vielleicht gar nicht mehr nötig

00:47:47: sein?

00:47:47: Nein, der Punkt ist auch so... Ich rede ... Wenn man drüber redet, dann vertraue ich immer darauf dass Zwischentöne aufgenommen werden.

00:47:55: Ich war nur irritiert als es dann auf einmal was man sicherlich darf aber Abgedruckt irgendwo stand schwarz auf weiß ohne Atmer, ohne Zwischentun.

00:48:05: Ohne das drumherum und dann kriegt es einfach ein anderes Gewicht oder wird anders kann anders interpretiert werden.

00:48:12: Und dagegen wäre ich mich weil man überlegt sich schon ganz genau wofür wann man wem etwas erzählt.

00:48:19: Wenn jetzt hier jemand anderes ist und nicht du Hätte ich so nicht erzählt und dass das nicht respektiert wird Das macht mich

00:48:25: traurig.

00:48:27: Wir haben einen Mann dafür über die Klinge springen lassen, musikalisch.

00:48:33: Weil wir einfach heute geredet haben.

00:48:35: Jetzt kannst du dich entscheiden... Ich glaube ich weiß schon wie du dich entscheidest zwischen Billy Joel und John Lennon.

00:48:40: Wen spielen wir

00:48:40: jetzt?

00:48:41: Oh, John Lennen!

00:48:41: Natürlich

00:48:41: spielen wir mit John Lenne.

00:48:43: Dein Sohn, das zwei wachsende Kinder beide Musiker.

00:48:46: Deinen Sohn ist nach ihm benannt auch.

00:48:49: Und wir hören Imagine.

00:49:16: Desiree Nosbusch, die Moderatorin und Schauspielerin ist heute hier.

00:49:19: Wenn Sie uns eine E-Mail schicken möchten, hörbar at radioeins.de.

00:49:24: Und weil ich ein mieses Stück bin...

00:49:27: Was?

00:49:29: Sag' ich jetzt Desireee, erklären wir doch mal das mit dem Bitcoins!

00:49:32: Oh

00:49:32: nein bitte!

00:49:34: Hey du bist Fachfrau

00:49:35: oder?!

00:49:35: Hallo!

00:49:36: Ich bin Schauspielerin, ich tue nur so als wüsste ich das.

00:49:40: Aber zu Bitcoins kann ich nur sagen dass meine Tochter irgendwann meinte sie müsste ihr ja spart es irgendwie in Bitcoins investieren.

00:49:50: Das war jetzt vielleicht vor vier Jahren und ich kann nur sagen das Ganze ist weg, also ganz zu ludkrativ.

00:49:57: Was meine Tochter gemacht hat nicht gewesen sein.

00:49:59: Ach, das ist aber interessant!

00:50:01: Aber sie sollte noch warten.

00:50:02: Sie sollte das jetzt nicht... Also ich glaube es gab einmal so ein Peak und aber es gibt auch diese ganzen anderen Geschichten von Leuten die zwei tausendzehn-zweitausend elf gekauft haben für Pillepalle hundert und jetzt sind sie sechsundvierzig.

00:50:15: Ich

00:50:15: bin so ein Bauer.

00:50:17: Es ist ja nicht so, dass ich nicht an das glaube und ich freue mich ja wenn du das jetzt wieder legst und sagst hey nee super soll noch

00:50:23: halbherzig.

00:50:24: Halbherzig!

00:50:24: Nee,

00:50:25: ich bin da...ich gehe dann mit meiner Oma irgendwie die sagt was der ich im Strumpf hab ist im strumpf und dieses.

00:50:33: ich glaube einfach nicht dran dass man irgendwo irgendwas machen kann ohne dass es ein Risiko gibt und jemand dir das verdoppelt, ohne dass er was davon hat.

00:50:41: Du hast

00:50:41: dein Geld ja auch noch in D-Mark angelegt?

00:50:44: Ich habe mein Geld in Luxemburger Franken bitte schön.

00:50:46: Das ist

00:50:46: toll!

00:50:46: Das ist wahrscheinlich das Fest, was einem passieren kann.

00:50:48: Ist das eine stabile Wehrung?

00:50:50: Das war damals der belgische Front, der luxemburgische Front.

00:50:54: Wir haben auch den Eurobettin.

00:50:56: Auch in Luxembuck.

00:50:58: Also um deine Karriere wir haben leider nicht mehr so viel Zeit.

00:51:02: deswegen springen wir jetzt ein bisschen.

00:51:05: Es ist sehr lange, sehr gut für dich gelaufen.

00:51:09: Wenn man dich hier in Deutschland, wenn man deinen Namen nicht unbedingt gelesen oder gehört hat, hast du trotzdem Theater gespielt?

00:51:15: Ist viel auch in Luxemburg.

00:51:17: Du hast eine eigene Produktionsfirma gegründet.

00:51:20: Dein erster Film glaube ich auch ganz unbescheiden gleich mit Isabel Übher glaub ich.

00:51:25: Souvenir.

00:51:26: Du hattest Regie geführt und das lief irgendwie, das ging!

00:51:34: Sicherlich.

00:51:35: In Amerika vergibt deine Kinderleben noch in Amerika, aber es gab dieses Bedürfnis nach diesem... Du hast das an einem Interview mal genannt?

00:51:44: Dieser

00:51:44: Clubmitgliedschaft.

00:51:46: Ja vielleicht!

00:51:47: Ich fand das... ich habe ein schöneres Wort dafür gefunden.

00:51:49: Den Herrn Lohre-Elsner Moment.

00:51:51: Ja richtig.

00:51:52: Dass du einfach oder den Oscar Röhler moment wie man ihn nennen möchte.

00:51:58: Ich hab mir immer gewünscht dass es jemanden gibt der bereit wäre mich mit anderen Augen zu sehen, also nicht mich entdecken.

00:52:06: Das konnte man nicht mehr aber mich neu sehen das habe ich mir gewünscht.

00:52:10: wo nicht gefragt wurde irgendwie wie war das damals?

00:52:14: Wie ist es so?

00:52:15: und dreisprachig und achtsprachig um dem Appärettenkleid und was weiß ich?

00:52:18: nicht alles sondern der einfach irgendwas sieht und sagt genau dass suche ich.

00:52:23: und die Rolle dafür hab ich.

00:52:26: und das war Christian Schwocher.

00:52:28: Und man muss dazu sagen, dieser Oscar-Roller Moment erspielt an auf den Film Die Unberührbare.

00:52:32: Die unberührbarer.

00:52:32: Johanne Laura Esner nochmal so richtig

00:52:34: die Chance

00:52:35: bekam

00:52:35: sowieso ein Film der...

00:52:37: Ganz toller Film.

00:52:38: Genau, eindringlich schwarz-weiß ganz ungewöhnlich.

00:52:41: und ja das ist passiert mit wie du sagst Christian Schwochow Bad Banks eine Staffel eins glaube ich sechsteitige Serie für das ZDF Produziert

00:52:53: Arte und dann Koproduktion ihres Produktionen.

00:52:55: noch den doximerischen Firma.

00:52:56: Da habe ich dich zum ersten mal wieder gesehen.

00:52:58: und zuerst habe ich noch gedacht und das hast Du interessanterweise auch gedacht als man Dich ins Casting geschickt hat Was ist denn das für eine riesengroße graue Perücke?

00:53:09: Du warst glaube ich am Anfang ein bisschen irritiert.

00:53:11: Das vorhin erzählt, dass du einen Podcast mit... Barbara Sokowar heißt und ein Interview geführt hast, was mich mit ihr ewig verbinden wird.

00:53:19: Das war in der ersten Staffel ihre Perücke aus Hannah Ahren.

00:53:23: Wirklich?

00:53:24: Die kam aus dem Fundus und die war zu klein weil mein Kopf größer ist und dann haben wir sie hinten aufgeschnitten und es war genau die in die sich Christian Sporhofer liebte.

00:53:37: Und diese Haltung dieser etwas steife Nacken von Frau Leblanc ist nicht nur meine schauspielerische Kunst,

00:53:45: sondern auch

00:53:46: dass die Perücke nicht runterfliegt.

00:53:48: Ich habe in der Zwischenzeit mal eine eigene

00:53:51: Bad Banks.

00:53:52: Also eine sehr, sehr erfolgreiche mehrfach ausgezeichnete Serie mit der wunderbaren Paula Baehr auch und du hast ihn schon erwähnt Christian Schwochow ein so tonneres Regisseur, der auch schon hier zu Gast war.

00:54:02: ich glaube es ist zwei Jahre her und hab' ich so gedacht, ich werde ihn jetzt mal bitten was zu dir zu sagen?

00:54:09: Nein!

00:54:10: Zu dieser Rei sage ich dir gerne was Gutes oder was Schönes, weil sie ja wirklich ein großes Geschenk für mich war.

00:54:16: Weil Sie so viel mitbringt für diese Figur, was ich bei keiner anderen Schauspielerin gefunden habe.

00:54:24: Ihre Sprachkenntnisse wie Virtuos sich in fünf verschiedenen Sprachen ausdrücken kann... Oder sind es sogar sechs?

00:54:32: Als Unternehmerin hat sie ganz viel mitgebracht auch wenn sie ein kleineres Unternehmen als eine große Bank leitet und soviel Wissen was sie auch eingebracht hat, was sie benutzt hat.

00:54:42: Was aber besonders toll war ist dass die ihre diese Chance, die sie auch gekriegt hat, dass sie das nicht in Panik gestürzt hat sondern in einen großen Ehrgeiz und sich so reingeworfen hat, sich so vorbereitet.

00:54:53: Das war echt beeindruckend!

00:54:55: Sie hat körperliches Training gemacht, sie war bei Coaches, ich habe sie mit Bankern zusammen gebracht, sie hat recherchiert... Und sie hat sich auf eine Figur eingelassen eigentlich nie sympathisch ist.

00:55:08: Was bei deutschen Schauspielern häufig vorkommt, dass die so eine Sehnsucht haben, sympathisch zu sein, sympathische zu wirken.

00:55:14: Also sie hat diese Le Blanc auch mit ziemlicher Härte gezeichnet obwohl diese Frau sehr weit von ihr entfernt ist.

00:55:22: weil Glésirée wenn man sie kennt ein herzensguter Mensch, ein sehr sanfter Mensch der zuhört und immer er den anderen sprechen lässt Und das finde ich da ist sie sehr ins Risiko gegangen diese Härte auch zuzulassen und zu spielen.

00:55:34: Und dafür bin ich ihr sehr dankbar, dass sie jemanden gespielt hat der eigentlich selten irgendwie eine Entschuldigung bekommt in der Serie sondern sich immer nur noch mehr verhärtet und ja auch vor Kriminalität und Gewalt nicht zurückschreckt Das war toll!

00:55:50: Dass sie mir da sehr vertrauensvoll gefolgt ist und nicht der Gefahr erlegen ist wie man das so häufig kennt, so kannten einer Figur abzuschlagen damit man vom Publikum besser dasteht.

00:56:02: Und ich glaube, die Herzen sind ja genau deswegen auch zugeflogen.

00:56:06: Völlig zurecht!

00:56:07: Grüß dich lieb von mir, drück sie von mir und habt viel Spaß in ein schönes Gespräch.

00:56:11: Tschüss!

00:56:27: kann man sich nicht schöner wünschen.

00:56:29: Das ist das größte Geschenk, was einmal Schauspieler passieren kann.

00:56:32: einen Christian Schwache zu haben und ich war auch nie sicher so... Ich habe immer nur gehofft dass ich es so mache, dass er es ihm gefällt und dass er zufrieden ist weil er ist ein harter Arbeiter und er hat eine tolle Vision.

00:56:48: Er ist einzigartig und die Liebe zum Detail Da zähre ich noch ganz, ganz lange von.

00:56:57: Und dass er so was sagt?

00:56:59: Das ist doch

00:57:00: schön!

00:57:00: Ja das passt echt

00:57:02: sehr.

00:57:02: Ihr scheint offenbar beide voneinander profitiert zu haben und die Serie auch davon.

00:57:07: Es zeigt einmal mehr, dass gute Regisseure die feste Vorstellungen haben weil es ist ja nicht jemand der sagt Gerade kein Plan.

00:57:16: So, sondern hat ja genaue Vorstellungen und dass das aber nicht die Tyrannen sein müssen wo man auch sagt Ja, der muss da am Set, das ist irgendwie der Wehten eine kalte Luft Aber da kommt auch was Tolles bei raus.

00:57:27: Das muss nicht sein.

00:57:28: Ich

00:57:28: habe auch miterlebt weil ich dann immer die Gegenspielerin war wie er die Paula Berge sucht hat also die richtige Besetzung für Diana Lieker Und ich hab gespielt mit zwölf, dreizehn, vierzehnt, fünfzehn großartigen Schauspielerinnen Und er war immer so, dass er sagte mir, fähig suche was ich weiß.

00:57:47: Ich so und die einzige mit der ich dann nicht gespielt hatte weil ich da nicht mehr da war hat er irgendwann mich angewundert als ich habe sie gefunden.

00:57:55: Das war Paula

00:57:56: Bär

00:57:56: das ist Christian ja.

00:57:57: So wir haben jetzt noch zwei Songs.

00:57:59: einmal spielen wir jetzt die Parken Jolene warum?

00:58:03: Ja ich finde, dass es eines der absolut schönsten Lieder ist, was hier geschrieben wurde.

00:58:09: Dolly Parton.

00:58:10: als sehr junges Mädchen bei einem Screentest by Twenty Century Fox.

00:58:13: Damals mit Anke Engel getroffen, kennengelernt wird zu viel gesagt und es war so eine warmherzige tolle lustige Frau die uns da einen Linkseinen rechts unter die Füttiche genommen hat und habe mich erst viel später mit ihrer Musik beschäftigt Titeln die sie für andere geschrieben hat, was man ja sehr oft nicht weiß.

00:58:33: Die Riesen-Hit aus dem Bodyguard von Whitney Euston ist von Dolly Parton und dieses Lied ist so rein so pur.

00:58:40: Das ist eines der absolut schönsten.

00:58:41: dieser Appell an diese Frau dass sie bitte den Mann ihr nicht wegnimmt ist mehr einzigartig.

00:59:08: Dolly Parton war das, Joe Lehm und zu Gast ist heute die Moderatorin und Schauspielerin Desiree Nossbosch.

00:59:14: Ich kann es ja gar nicht glauben aber ich habe irgendwo gehört oder gelesen dass du ungern fliegst, dass du unter Flugangst.

00:59:20: Ist das immer noch so?

00:59:20: Ja!

00:59:21: Ey, das kann man... Aber du wärst

00:59:22: schlimm, oder?

00:59:23: Die kannst

00:59:24: du sagen bei dir.

00:59:26: Ich hab wirklich Flugangste.

00:59:29: Ich bin immer fix und fertig wenn ich angekommen bin weil Ich hab das Gefühl, ich sei mitgeflogen.

00:59:33: Ich ruhe da und ich lenke... Alles, dass sie dich beim Ausstrahlzeichen sagt, oh, da war ich super hingekriegt!

00:59:42: Aber ihr Kapitän bitte bedanken Sie sich auch bei Frau Nossbusch.

00:59:45: Die hat das ganz super gemacht heute.

00:59:47: Ja, ich flieg nicht gerne.

00:59:49: Ich muss viel fliegen und ich tust ja auch aber ich tue es nicht gerne.

00:59:51: Muss

00:59:52: du dann noch viele in die USA fliegen?

00:59:53: Weil ist ja was anderes, ob du nach Luxemburg fliegst oder dein Lebensmittelpunkt ist im Moment in Luxembourg, oder?

00:59:58: Deine Mutter lebt da, deine Partner lebt

01:00:02: Mein Bruder, meine Familie in Luxemburg.

01:00:06: Ich fliege halt was heißt muss?

01:00:08: Nein ich möchte weil meine Kinder leben dort

01:00:10: und

01:00:11: nach drei Monaten leide ich so sehr.

01:00:13: also ich muss mindestens alle drei Monate zu meinen Kindern oder einer kommt zu mir.

01:00:17: Insofern Flügelfliegen muss sich einfach beibehalten.

01:00:20: War

01:00:21: das immer schon so mit dieser Angst oder ist es irgendwann gekommen?

01:00:23: Es ist irgendwann bekommen bei der Notlandung.

01:00:25: Also ich habe zwei Sachen erlebt.

01:00:27: Damals gab es noch die PNM, da ist beim Start bei einem riesen Flieger in LA nach Europa ein Motor durchgeknallt und die Notlandung war nicht schön.

01:00:42: Musstet ihr richtig erweiden?

01:00:43: Muss das nicht auf den Rutschen raus oder so was?

01:00:44: Nein

01:00:44: wir haben's dann geschafft aber mit dem Teppich, das Schaumteppich

01:00:48: und so alles.

01:00:50: Aber dann noch viel schlimmer waren eine Notlandungen im Wasser über den griechischen Inseln Und da so richtig, wie man es dann aus dem Film kennt.

01:00:58: Es ist Gott sei Dank niemandem was passiert, zwar auch zu Dreharbeiten die in Griechenland stattfanden und... Die Landung an sich gar nicht mal um.

01:01:06: dieses Gefühl das unter dir nichts isst und dieses Gefühl des Runtergehens Das hab ich seitdem nicht irgendwie weggekriegt.

01:01:15: Sobald es in irgendeiner Form wackelt, denk ich immer, es kommt jetzt.

01:01:20: Also ich kann damit umgehen Aber die nehmen mir sitzen.

01:01:24: Es gibt schon einige, die sich

01:01:26: freiwillig

01:01:26: wegsetzen.

01:01:27: Wirklich?

01:01:28: Ja, weil ich schon ab und zu sage, Entschuldigung, könnte ich mal Ihre Hand haben.

01:01:32: Das ist doch süß!

01:01:32: Da werden auch die meisten

01:01:33: sein... Das mag aber nicht jeder.

01:01:34: Ach das kann ich mir nicht vorstellen.

01:01:35: Hast du sehr feuchte Hände da?

01:01:37: Äh

01:01:37: ja, das ist dann irgendwie so... Hast

01:01:38: Du dich schon übergeben?

01:01:39: Nein, dass nicht.

01:01:40: Also so schlimm ist es dann nicht, dass ich so Sachen mache.

01:01:43: Aber dass ich mal um die Hand bitte...

01:01:45: Das ist doch entzückend.

01:01:47: Da wird es jetzt schon schreiben, viele setzen schon ihre E-Mail auf und sagen Frau Nossbursch, wenn Sie jemals mit mir in einem Flugzeug sitzen, meine Hand kriegen Sie immer!

01:01:55: Hörberatradioe.de.

01:01:58: Aber wie ich dich einschätze wirst du doch Desensibilisierung, so was auch Seminare mitgemacht haben gegen Flugangst?

01:02:04: Haben sie noch nie funktioniert?

01:02:05: Das funktioniert bei mir nicht.

01:02:07: Weißt

01:02:07: Du das

01:02:07: schon?!

01:02:08: Ja, ich habe mir auch... Gott, wie oft ich mich hab erklären lassen Turbulenzen, dass da kein Flieger runterkommt.

01:02:14: Hast

01:02:14: du so ein Seminar mal mitgemacht?

01:02:16: Ja, hab ich mitgemach in Frankfurt auf jeden Fall weil ich ja selbst drunter leide.

01:02:20: aber es ist bei mir... Mir kannst du auch nicht mit Statistik kommen weil ich bin dann sowieso der Meinung bei mir setzt sie aus.

01:02:26: Aber ich gehe damit um!

01:02:27: Ich versuche niemanden damit zu stören außer ab und zu handhalten.

01:02:31: Aber nee, fliegen tu' ich nicht gerne.

01:02:33: Du bist mal neben Varankot aufgewacht.

01:02:37: Was bin ich?

01:02:38: Ach so!

01:02:38: Ja, natürlich.

01:02:39: Jetzt muss ich... Ich dachte jetzt fliegen im Flugzeug.

01:02:43: Ich habe jemand daneben gekackt und das kann ich sagen.

01:02:46: Ich

01:02:46: wollte diesen Satz sagen.

01:02:50: Und zwar in Äthiopien.

01:02:52: Das war unglaublich.

01:02:53: Da habe ich Karl-Heinz Böhm auf einer Recherche.

01:02:56: Ich sollte... Also, ich habe ein Jubiläum für ihn moderiert und ich dachte, ich kann noch nicht irgendwas moderieren, wo ich nicht weiß worüber ich rede?

01:03:03: Und ich muss doch da mal hin!

01:03:04: Das hab' ich dann auch getan.

01:03:05: Du bist geflogen.

01:03:06: Ja, will ich geflohen.

01:03:07: Ich bin natürlich geflogend

01:03:08: in sein Dorf und hab mir das alles angeguckt mit rumgefahren und hab' dann auch sozusagen im Busch in so einem Zelt auf ner Liege übernachtet mit so nem Muskel.

01:03:21: Das war alles ganz gut.

01:03:23: Ich bin morgens aufgewacht und da war, wie du das so schön nennst, Warenkot.

01:03:29: Es war einfach eine Riesen-Entschuldigung bitte Kackhaufen neben meiner Liege.

01:03:34: Und ich dachte welcher Mensch hat heute Nacht während ich geschlafen habe neben meine Liege gekackt?

01:03:42: Entschuldigungen bitte!

01:03:43: Ich weiß nicht wie es anders aussieht.

01:03:44: Das ist

01:03:44: ganz natürlich.

01:03:45: für das tun wir alle okay

01:03:46: und ich dachte das kann noch nicht sein.

01:03:48: Ich hab mich furchtbar aufgeregt, bin dann nur noch ins Bett mit Socken und die Schuhe angelassen.

01:03:54: Bis wir irgendwann unterwegs waren und eine Begleiterin meinte, guckt der den mal an du?

01:04:00: Und wenn die kacken ... Das schaut auch

01:04:02: nicht mensch!

01:04:04: Aber es riecht hoffentlich anders oder?

01:04:07: Es rocht nicht so streng, das war's nicht.

01:04:09: Aber es war die Idee, wer hockte sich... Also das waren zwanzig Zentimeter neben mir.

01:04:15: Aber dann der Gedanke dieser Riesen

01:04:18: Legen wir mal an Baraan, was auch anders.

01:04:20: Nehmen wir nachts.

01:04:22: Ja gut, aber das macht man nicht alles für Recherche oder?

01:04:24: Absolut!

01:04:25: Absolut.

01:04:25: Sinead O'Connor hast du mitgebracht und dieser Song wird unserer Sendung beschließen.

01:04:30: Nothing compares to you.

01:04:32: Das ist wahrscheinlich für die meisten von uns.

01:04:34: Wir haben sofort und untrennbar Und für immer dieses Video Das

01:04:38: Video, die große Aufnahme mit der Träne Die Ich bin ein großer Prince-Fan Und es ist ja ein Lied was Prince geschrieben hat Und was sie einfach wie kein anderer finde ich interpretiert hat.

01:04:51: Und bei mir, da werde ich aber nicht mehr zu sagen ist das die Hymne einer sehr großen Liebe in meinem Leben.

01:04:57: Okay, reicht!

01:04:59: Ich finde eine große Liebe ist ein schönes Wort um auszusteigen.

01:05:01: Ich danke dir für die Geschichten.

01:05:03: Ganz lieben Dank dir.

01:05:03: Für

01:05:03: deine Gedanken und für deine Musik und ja schön, dass du dir die Mühe gemacht hast herzukommen.

01:05:08: Danke, dass ich hier sein durfte bitte.

01:05:10: Und Ihnen wünsche ich einen schönen entweder restlichen Sonntag oder je nachdem wann sie uns hören wo Sie uns hören.

01:05:15: machen Sie es gut.

01:05:15: bleiben Sie gesund bis zum nächsten Mal.

01:05:17: Tschüss Das war unser Hörbarust-Sommerspecial vom Februar, mit der Schauspielerin Desirenausbusch.

01:05:38: Abonnieren Sie die Hörborust und verpassen sie keine Folge mehr!

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